Silverberg-Gymnasium Bedburg
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Pädagogischer Tag


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Deutscher Gründerpreis für Schüler angelaufen

Rund 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer in neun Teams aus dem Großraum Köln/Bonn machen in diesem Jahr beim Deutschen Gründerpreis für Schüler mit. Bild: Köln Nachrichten vom 02.03.10
In ganz Deutschland haben sich rund 5000 Jugendliche zum diesjährigen Deutschen Gründerpreis für Schüler angemeldet. Der bundesweite Wettbewerb, der mit insgesamt 6000 Euro dotiert ist und dem Nachwuchs Grundkenntnisse der Unternehmensgründung und –führung vermitteln soll, geht damit in das zwölfte Jahr. Bundesweit hatten sich 1126 Teams angemeldet und erhalten nun neun Aufgaben, die sie auf die Gründung eines fiktiven Unternehmens vorbereiten sollen. Die Aufgaben selbst wurden nach Angaben der Initiative grundlegend überarbeitet und gekürzt, sind aber nach wie vor anspruchsvoll. Neben der Recherche des Marktes und seiner Mitbewerber gehören unter anderem auch eine SWOT-Analyse sowie Wirtschaftlichkeitsberechnungen zu den zu lösenden Aufgaben. Die Umstellung der Gymnasialausbildung in einigen Bundesländern führte jedoch zu einem deutlichen Rückgang der Anmeldezahlen.
In Großraum Köln/Bonn fällt dieser Rückgang besonders deutlich aus, wie Projektbetreuerin Sabrina Cremer von der Kreissparkasse Köln einräumen musste. Das Geldinstitut gehört zum Verbund der Sparkassen, die als einer von vier Initiatoren hinter dem Wettbewerb stehen. Nach 40 Gründerteams in 2008 und gerade noch 19 im vergangenen Jahr haben sich in diesem Jahr nur noch neun Starterteams zu dem Wettbewerb angemeldet. „Möglicherweise ist die geringere Teilnahme eine Folge der verkürzten Schulzeit an den Gymnasien und dem damit verbundenen erhöhten Zeitdruck“, so die Vermutung der Projektbetreuerin. So richtig erklären könne man sich diesen Rückgang allerdings nicht, schließlich habe man in diesem Jahr sogar deutlich mehr in die Werbung für diesen Wettbewerb investiert, so Cremer weiter. Am heutigen Montag luden die Organisatoren der Kölner Kreissparkasse in das Deutsche Sport- und Olympiamuseum, um den virtuellen Gründerinnen und Gründern die Grundlagen des Wettbewerbs und das weitere Procedere zu erläutern. „Sie haben schon jetzt gewonnen“, rief Bernd Nürnberger, Direktor des Zentralbereiches Unternehmens- und Technologieförderung der Kreissparkasse Köln, den Jugendlichen zu. Bereits in etwas mehr als zwei Wochen wird es einen Workshop zu Grundlagen der Unternehmensfinanzierung geben. Danach müssen sich die Teams dann den verschiedenen Aufgaben stellen, bis sie schließlich die Chance erhalten, auf der Bundessiegerehrung ihr fertig ausgearbeitetes Geschäftskonzept vortragen.
Dass der Wettbewerb ein echter Gewinn auch für den eigenen Unterricht sein kann, weiß Monika Linden aus eigener Erfahrung. Bereits seit acht Jahren nutzt die Lehrerin am Silverberg Gymnasium in Bedburg den Wettbewerb, um ihren Schülerinnen und Schüler das Einmaleins des praktischen Lebens auf diesem Wege zu vermitteln. Auch in diesem Jahr tritt sie wieder zum Wettbewerb an, diesmal gleich mit vier Teams aus dem Leistungskurs Sozialwissenschaften der Jahrgangsstufe 12. Die 17- bis 19-Jährigen werden dabei in kleinen Gruppen (drei bis sechs Mitglieder) an die Aufgaben herangeführt. „In diesem Wettbewerb werden verschiedene Kompetenzen gefördert. Die Resonanz der Ehemaligen ist überwiegend positiv, manchmal sogar euphorisch. Ein früherer Teilnehmer schrieb sogar, dieser Unterricht war das Beste, was ihm passieren konnte“, berichtete Linden. Die Pädagogin muss dafür allerdings auch viel Freizeit opfern, um die entsprechenden Aufgaben vorzubereiten und sie in den Regelunterricht einzubetten. Zwar ist die Beschäftigung mit den vorgegebenen Aufgaben wichtig, Noten aber gibt es für ein gutes Geschäftskonzept keine, wie Linden weiter verriet. „Das ist eine gute Sache, die Schülerinnen und Schüler haben viel gelernt“, so das abschließende Fazit der Lehrerin. Neben der Bedburger Schule entsenden vier weitere Schulen, darunter zwei Gesamtschulen, ein weiteres Gymnasium sowie das Barbara-von-Sell-Berufskolleg aus Köln Gründerteams in den Wettbewerb.
Die Bundessiegerehrung findet am 22. Juni 2010 in Hamburg statt. Zusätzlich zu den Sachpreisen gibt es einen fünftägigem Aufenthalt im so genannten „Future Camp“, einer Art Outdoor-Abenteuer mit Workshops. Neben den Sparkassen gehören auch der Automobilhersteller Porsche, das Wochenmagazin Stern aus dem Hamburger Verlag Gruner + Jahr sowie das Zweite Deutsche Fernsehen ZDF zu den Initiatoren des Wettbewerbs.
Weitere Informationen rund um den Deutschen Gründerpreis für Schüler finden Sie auch im Internet unter: www.deutscher-gruenderpreis.de.