Mit mutigen Beiträgen an die Spitze
Menschen mit Mut - mit diesem Thema haben sich die Schüler im Rahmen des Rundschau-Webbewerbs auseinandergesetzt. Dafür winkten Preisgelder von mehr als 15.000 Euro. Am Donnerstag wurden die besten Teams des 13. Webbewerbs geehrt.
"Das diesjährige Thema hat eine riesige Bandbreite", sagt der Geschäftsführer des Heinen-Verlags, Wolfgang Birkholz, am Anfang der Preisverleihung zur Begrüßung. Dies spiegele sich auch in den eingereichten Beiträgen wider, so Birkholz, der sich über die rege Teilnahme der Schüler am Webbewerb freute. Mit dem Thema "Menschen mit Mut" hätten sich die Schüler auf unterschiedliche Weise auseinandergesetzt. Und das nicht nur thematisch, sondern auch technisch: Podcast, Trick- und Animationsfilme, Blogs, es sei schon erstaunlich zu welchen Möglichkeiten die Schüler gegriffen haben. Beim diesjährigen Webbewerb konnten die Webseiten der Schüler erstmals mit Hilfe eines Baukastens erstellt werden. "Bei den früheren Webbewerben waren die technischen Voraussetzungen schwieriger", erklärt Regierungspräsident und Schirmherr des Webbewerbes, Hans Peter Lindlar. In diesem Jahr hätten sich die Schüler weniger auf technische Finessen konzentriert, sondern mehr auf den Inhalt.
Insgesamt warteten auf der von Ralf Henscheidt moderierten Siegerehrung Preisgelder in Höhe von insgesamt 15 000 Euro auf die 20 Teams. Beim MediaCreativ-Wettbewerb mussten die Schüler Webseiten zum Thema erstellen. Bei der Internet Rallye galt es vorgegebene Fragen schnellstmöglich zu beantworten. Bis zur eigentlichen Preisübergabe wurden die Schüler von Jongleur Joram Seewi unterhalten.
"Das war eine wunderbare Idee, dass die Rundschau vor 13 Jahren diesen Webbewerb ins Leben gerufen hat", sagte Dr. Werner Jung, Leiter des Kölner NS-Dokumentationszentrums. Passend zum Thema des diesjährigen Webbewerbs wurden die Gewinnerteams vor der Preisverleihung ins NS-Dokumentationszentrum eingeladen. Im EL-DE Haus am Appellhofplatz, in dem von 1935 bis 1945 die Gestapo untergebracht war, führten Mitarbeiter des Museumsdienstes Köln die interessierten Schüler durch das Haus.
"Das Thema ist hier viel greifbarer als in einem Schulbuch - aber auch beklemmender", sagt der zwölfjährige Leonard von der Jugenddorf-Christopherusschule in Königswinter. Und natürlich gab es in Köln auch Widerständler, also "Menschen mit Mut", weiß Azziza Malanda vom Museumsdienst zu berichten. Zum Beispiel der Lehrer des Humboldt-Gymnasiums, Constantin Becker, der Lehrmittel der Nationalsozialisten ablehnte, oder der Buchdrucker Karl Küpper, der als "D'r Verdötschte" im Kölner Karneval aktiv war und in seinen Büttenreden den Machthabern den Spiegel vorhielt. Natürlich durften in der Aufzählung auch die Edelweißpiraten nicht fehlen. Gerade die waren für die Schüler des Gymnasiums Grotenbach in Gummersbach interessant. Haben sie sich doch in ihrem Beitrag für den MediaCreativ-Wettbewerb eben mit diesen Widerständlern auseinandergesetzt und für ihren Beitrag auch mit dem Zeitzeugen Jean Jülich gesprochen. "Der Besuch im NS-Dokumentationszentrum war ein gelungener Abschluss unserer Arbeit", sagt Lehrer Hans Krobbach.
