Silverberg-Gymnasium Bedburg
Eichendorffstr. 1

50181 Bedburg

Tel.: 02272/2320
Fax: 02272/3338


TERMINE


bis 23.07. Meldung
zur Nachprüfung


26.08.2010
Nachprüfungen


31.08. Friedenskirche
5er Gottesdienst


08. - 10.09.2010
Projekttage


11.09.2010
Präsentationstag


 


 

 


 

 


Streitschlichtung

Streitschlichtung / Mediation  als Teil des Schullebens gewinnt immer mehr an Bedeutung. Wörtlich übersetzt heißt Mediation „Vermittlung“. Gemeint ist die Vermittlung in Streitfällen durch unparteiische Dritte, die von allen Seiten akzeptiert werden.

Schüler-Streitschlichtung geht davon aus, dass Jugendliche in ihrer Entwicklung und ihrem Verhalten stark von Gleichaltrigen, ihrer Peergroup, geprägt werden. In diesem Konzept sieht man die   Peergroup, ihre Regeln und Codes als Ressource, um anschwellende Konflikte konstruktiv zu lösen. Statt eines Erwachsenen (Lehrer) Eingreifens traut man den Jugendlichen zu, ihre Konflikte selbst zu lösen.

Streitschlichterinnen und Streitschlichter aus den Klassen 8 und 9 werden an unserer Schule in dem Verfahren der Mediation ausgebildet, das heißt sie vermitteln bei sozialen Konflikten unter den Schülern, so dass diese ihren Streit gewaltfrei und eigenverantwortlich lösen können.

Jugendliche, die in diesem Verfahren ausgebildet werden, müssen bereit sein Verantwortung zu übernehmen.  Es ist vor allem ein Kompetenztraining mit Gewalt und Aggressionen umgehen zu können. 

Die Ausbildung umfasst ca. 32 Unterrichtsstunden.

Dabei können die SchülerInnen insbesondere folgende Fähigkeiten erwerben:

  • Sensibilisierung für Konflikte und deren Ausgänge
  • Toleranz und Empathie (Aktives Zuhören)
  • Gefühle erkennen und ausdrücken (Ich-Botschaften)
  • Selbstkontrolle in belastenden Situationen
  • Verhaltensalternativen entwickeln und Konsequenzen abschätzen
  • Konfliktlösung suchen und Kompromisse finden .

Das Verfahren hat zum Ziel, gegenseitige Anerkennung und Empathie zu fördern, sowie eine offene und wertschätzende Kommunikationskultur zu entwickeln. Es geht nicht um die Klärung einer Schuldfrage. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass beide Kontrahenten Anteile am Konflikt haben und damit auch beide Einfluss auf die Situation haben. Es erfolgt eine grundsätzliche Trennung von Person und Problem. Der Konfliktpartner wird nicht als Feind betrachtet, sondern das Problem rückt in den Mittelpunkt der Verhandlung. In einem Konflikt gibt es nicht nur eine Wahrheit. Unterschiedliche Wahrnehmungen sind möglich und anzuerkennen.

Die Streitenden suchen mit Hilfe des neutralen Mediators nach selbstentwickelten Lösungsvorschlägen im Sinne eines von beiden Seiten vereinbarten Konsenses.

Konflikte gehören zum Leben, sie werden als hilfreicher Lern- und Entwicklungsfaktor gesehen.  Mit dieser Ausbildung erlernen Jugendliche ein mögliches Handlungskonzept brenzlige Situationen mit Kommunikation zu lösen.

Betreuende Lehrkräfte: Ingeborg und Nadine Schulte