Erprobungsstufe
Erprobungsstufe - was ist das eigentlich?Die Erprobungsstufe umfasst die Klassen 5 und 6. In dieser Stufe haben die Kinder die Möglichkeit, sich an die neue Schule zu gewöhnen und mit den Anforderungen der neuen Schulform vertraut zu machen.
Die Versetzung von der Klasse 5 in die Klasse 6 erfolgt deswegen automatisch. Eine Wiederholung der Klasse 5 kann auf Wunsch der Eltern erfolgen.
In jedem Schuljahr kommen die Lehrer, die in den Klassen 5 oder 6 unterrichten, vier Mal im Rahmen einer Erprobungsstufenkonferenz zusammen und beraten über das Lern- und Sozialverhalten, die persönliche Entwicklung und Lernfortschritte der SchülerInnen jeder einzelnen Klasse.
Zu der 1. Erprobungsstufenkonferenz in der Klasse 5 werden auch die ehemaligen GrundschullehrerInnen der SchülerInnen eingeladen.
Mit der Versetzung in die Klasse 7 stellt die Erprobungsstufenkonferenz die Eignung des Schülers/der Schülerin für die Schulform Gymnasium fest. Werden die Versetzungsbedingungen am Ende der Klasse 6 nicht erfüllt, entscheidet die Konferenz, ob die Wiederholung der Klasse 6 oder der Wechsel zu einer anderen Schulform dem weiteren Bildungsgang des Schülers/der Schülerin am förderlichsten ist.
Erprobungsstufe - was bedeutet das für die Kinder?
Mit dem Schulwechsel zum Gymnasium verlassen die Kinder ihre vertraute Klassengemeinschaft und kommen in ein neues soziales Umfeld, mit neuen MitschülerInnen und neuen LehrerInnen.
Es gibt im Vergleich zur Grundschule neue Unterrichtsfächer mit neuen Arbeits- und Lernmethoden und jedes Fach wird von einem Fachlehrer oder einer Fachlehrerin unterrichtet.
Was leistet unser Gymnasium, um den Kindern den Übergang von der Grundschule zur neuen Schule zu erleichtern?Zusammensetzung der neuen Klassen
Die Zusammensetzung der künftigen Klassen 5 erfolgt nach dem
Grundsatz, dass Schülerinnen und Schüler aus der gleichen Grundschule - sofern das die Eltern nicht anders wünschen – an unserer Schule in einer Klasse bleiben.
Kennenlerntag am Unterstufenfest
Vor den Sommerferien haben die Kinder und Eltern die Möglichkeit, am Unterstufenfest, die/den neue/n KlassenlehrerIn, die neuen MitschülerInnen und den zukünftigen Klassenraum kennen zu lernen.
Kennenlernfahrt
Zum intensiveren Kennenlernen findet noch vor den Herbstferien eine dreitägige Kennenlernfahrt mit der Klasse auf die Freusburg statt.
Tutoren
Die Schülervertretung organisiert eine Tutorenschaft für jede fünfte Klasse. Das bedeutet, dass sich zwei oder drei SchülerInnen der Oberstufe als Tutoren für eine Klasse verantwortlich fühlen, den Kindern neben den LehrerInnen als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung stehen und Aktivitäten mit der Klasse organisieren.
Freiarbeit
Das Projekt begann an unserer Schule im Schuljahr 1997/98 mit der damaligen Jahrgangsstufe 5. Ausgangspunkt des Projektes: Schülerorientierte und weitgehend selbständige Arbeitsformen müssen im Unterricht intensiviert werden. Kurzzeitiges Auswendiglernen und gedankenlose Stoffpaukerei reichen heute allein nicht mehr aus. Die Unterrichtsmethoden müssen mehr auf die Befähigung zur Selbstbildung, auf Kreativität und Eigenverantwortlichkeit abzielen. Die Kinder müssen "lernen zu lernen".
Ziele des Projektes:
- Förderung der Selbsttätigkeit und Selbstständigkeit der Schüler
- Einübung wichtiger Lerntechniken und Verhaltensweisen
- Lernen zu lernen
- Fortführung bewährter Unterrichtsformen aus der Grundschule
- Verantwortung für Materialien entwickeln; Entwicklung einer Lernkultur
- Aufarbeiten von Lerndefiziten
- Schaffung von Lernanreizen
- Ausstrahlung des Freiarbeitsunterrichts auf den übrigen Fachunterricht
Durchführung des Projektes an unserer Schule:
Alle Klassen 5 haben derzeit eine Doppelstunde Freiarbeit pro Woche. Der
Unterricht findet in einem besonderen Raum (Freiarbeitsraum) unserer Schule
statt. Hier stehen den Schülern Materialien (Arbeitsblätter,
Modelle, Spiele) aus verschiedenen Fächern zur Verfügung. Die
Materialien sind dabei möglichst handlungsorientiert und ermöglichen
in der Regel eine Eigenkontrolle der Ergebnisse. Neben vorgegebenen Pflichtaufgaben
entscheiden die Schüler selbst, mit welchen Materialien sie sich
in der jeweiligen Doppelstunde beschäftigen. Auch kleinere Projektarbeiten
über mehrere Doppelstunden hinweg sind für einen bestimmten
Zeitraum erlaubt. Der Klassenlehrer, der die Freiarbeit leitet, übernimmt
in dieser Zeit lediglich eine gewisse Steuerfunktion, er beaufsichtigt
die Schüler und hilft ihnen gegebenenfalls bei der Organisation ihres
Lernens. Die Materialien für die Freiarbeit werden ständig mit
tatkräftiger Unterstützung des Kollegiums sowie finanzieller
Hilfe des Fördervereins unserer Schule weiter aufgestockt und aktualisiert.
Die Freiarbeitslehrer stehen in regelmäßigem Erfahrungsaustausch,
um das Konzept gegebenenfalls zu modifizieren.