FAQ Flüchtlingshilfe Bedburg

Wie viele Asylbewerber wohnen aktuell in Bedburg?

Die Stadt Bedburg beherbergt 170 Flüchtlinge in städtischen Unterkünften (Stand: 6. Mai 2020).


Woher kommen die Flüchtlinge?

Zum größten Teil kommen die Flüchtlinge aus Syrien, weitere kommen aus Afghanistan, Albanien, dem Irak und weiteren Ländern.


Einzelheiten zum Bau der neuen Flüchtlingsunterkünfte:

Die Regionen und Kommunen rund um Großstädte wie Köln, Düsseldorf oder Aachen nennt man gerne den „Speckmantel“ der Ballungsräume, weil dort viele Menschen leben, die täglich in die Stadt zum Arbeiten pendeln. „Speckmantel‘“ klingt so, als ob in den kleinen Städten rundum ein properer Wohnungs-Wohlstandsbauch entstanden wäre, der dringend eine Diät benötigt.

Dabei ist genau das Gegenteil der Fall: Auch in Städten wie Bedburg wird der Wohnraum seit vielen Jahren knapp. Der Fokus beim Bauen lag in den vergangenen Jahren auf dem Bau von Einfamilienhäusern. Doch der Bedarf geht immer mehr in Richtung kleinerer und mittelgroßer Mietwohnungen. Weil nicht jeder ein Haus haben will, weil es sich nicht jeder leisten kann und weil es auch immer mehr Single-Haushalte gibt.

Die Stadt Bedburg macht sich nun seit einigen Monaten in Sachen bezahlbare Wohnungen fit, damit Bedburg nicht träge im „Speckmantel“ abhängt, sondern das „Sixpack“ im rheinischen Ballungsraum wird.

Begünstigt wird der Wohnungsbau in Bedburg durch die aktuelle Flüchtlingssituation: Der Bau neuer Häuser, die zunächst als Übergangslösung für die Menschen im Asylbewerberverfahren genutzt werden, wird vielfach vom Land NRW gefördert. So können wir mehr und bessere Häuser bauen, die wir uns als eine Stadt im Haushaltsicherungskonzept alleine nicht hätten leisten können. Diese Häuser sind sehr solide gebaut und gut ausgestattet, damit diese Immobilien langfristig genutzt werden können.

Langfristig entstehen nun seit 16 Jahren erstmals bezahlbare Wohnungen in unserer Stadt, die mittelfristig für alle Wohnungssuchenden nutzbar sind. Parallel sucht die Stadt nach weiteren externen Bauträgern, die ebenfalls in Bedburg neue Wohnungen entstehen lassen wollen.

Die Bedburgerinnen und Bedburger wissen aus ihrer eigenen Erfahrung, was Umsiedlung und Neuanfang für eine Familie bedeuten. Dennoch tauchen gerade beim Thema Wohnungsbau und Nutzung durch Menschen im Asylbewerberverfahren viele Fragen und auch Missverständnisse auf.


Wo entstehen in Bedburg neue und bezahlbare Wohnungen?

Bereits gebaut sind neue Häuser in der Herderstraße und in der Barabarastraße.


Wer darf dort wohnen und warum?

Momentan sind die Wohnungen für Menschen im Asylbewerberverfahren vorgesehen (s.o.), da wir eine bestimmte Zahl an Flüchtlingen zugewiesen bekommen und diese natürlich irgendwo wohnen müssen. Mittelfristig werden die Wohnungen dann allen auch anderen Menschen zur Verfügung stehen: den Personen, die eine Wohnung suchen, die den anerkannten Sozialhilferegelsätzen entspricht. Also zum Beispiel Personen, die Leistungen nach dem SGB II und SGB XII beziehen. Außerdem werden diese neuen Häuser und Wohnungen barrierefrei, es soll eine Mischung aus älteren und jüngeren Menschen entstehen.


Was kosten die Wohnungen?

Die Kosten entsprechen den aktuellen Mietobergrenzen der Sozialgesetzbücher. Für die Asylbewerber zahlt die Stadt keine Miete an sich selbst, aber den Aufwand bekommen wir von Bund und Land erstattet.


Wer bezahlt die Miete für Asylbewerber?

Das Land erstattet die Kosten für die Miete der Asylbewerber!


Wer kümmert sich um die Mieter, die Nachbarn und um die Wohnungen?

Das Team integration kümmert sich um Mieter und Nachbarn.

Der Fachdienst 3 - Ordnung und Soziales - ist für die Unterkünfte zuständig.


Wer noch weitere Fragen hat, kann sich jederzeit bei der Stadt Bedburg melden:

Für weitere Fragen zur Integration der Flüchtlinge steht Ihnen das Team Integration der Stadt zur Verfügung.


Weitere Infos zur Flüchtlingskrise:  

  
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/fluechtlinge-und-einwanderer-die-wichtigsten-fakten-a-1030320.html 

Krankenhilfe für Asylsuchende - Wichtige Infos für das ärztliche Personal


Spenden

Wohin kann ich Geld spenden?

Spendenbescheinigungen von Privatpersonen und Firmen können durch die Stadt Bedburg mit dem Hinweis auf die Verwendung „Flüchtlingshilfe" ausgestellt werden.

Durch Ratsbeschluss wird ein Gremium eingerichtet, welches in Folge dann über die genaue Mittelverwendung entscheidet.

Jeder der spenden möchte, hat die Möglichkeit, die Spende auf das Konto der Stadt Bedburg

IBAN: DE28 3705 0299 0187 0016 50
BIC: COSKDE33
Stichwort: Flüchtlingshilfe

zu überweisen.

Für Beträge bis 200,00 € reicht der Kontoauszug als Zuwendungsbescheinigung für das Finanzamt aus (§ 50 Abs. 2 Nr. 2 Buchst. b EStDV).

Für Beträge über 200,00 € wird eine Spendenbescheinigung ausgestellt. Hierbei ist neben dem Verwendungszweck „Flüchtlingshilfe" ebenfalls die Anschrift des Spendenden anzugeben. Alternativ würden wir die Adressdaten für die Ausstellung einer Spendenbescheinigung auch telefonisch entgegennehmen.


Wo kann ich Sachspenden abgeben?

Bitte geben Sie Sachspenden im Carisma-Sozialladen ab:

Carisma-Sozialladen

Otto Hahn Str. 3

50181 Bedburg 


Gespendete Kleidung und Hausrat wird gewissenhaft sortiert und ansprechend im Verkaufsraum arrangiert. Auf der Facebook-Seite des Carismas wird zudem immer darüber informiert, welche Dinge gerade gebraucht werden.
Angenommen werden Kleidung und Hausrat, aber auch Karnevalskostüme und Deko Artikel. Möbel, TV-Geräte, sowie weiße Ware (Wasch- und Spülmaschinen) können aus Platzgründen nicht angenommen werden.

Alle, insbesondere aber bedürftige Personen, haben die Möglichkeit, im Sozialladen Carisma Kleidungsstücke zu kleinen Preisen zu erwerben. 

Der Erlös aus dem Verkauf des Sozialladens Carisma kommt wohltätigen Zwecken in Bedburg, überwiegend in der Kinder- und Jugendhilfe, zugute.


Wo können Ideen und Anregungen für Unternehmungen mit den Flüchtlingen mitgeteilt werden? Wo kann ich mich als ehrenamtlicher Helfer melden?

Bitte melden Sie sich unter

Mail: fluechtlingshilfe@bedburg.de oder

Tel.: 02272 / 402 - 300

 
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