Klimaschutz und Nachhaltigkeit durch Elektromobilität – 10 Fragen und Antworten zum neuen Dienstwagen des Bürgermeisters


Tesla

         

   

    

Sie wollten immer schon wissen, welches Dienstfahrzeug dem Bürgermeister zur Verfügung steht?

Sie interessieren sich für die Laufleistung und die monatliche Leasingrate?

Sie fragen sich, warum sich die Stadt für den Tesla entschieden hat?

    

   

    

    



   

Wir haben Ihnen nachfolgend 10 FAQ zum neuen Dienstwagen des Bürgermeisters zusammengestellt:

     

1.   Was für ein Dienstfahrzeug stand dem Bürgermeister in der Vergangenheit zur Verfügung?

      Wie lange wurde der Wagen gefahren, und welche Laufleistung hatte er, als er ersetzt wurde?

2.   Wann wurde der Tesla angeschafft?

3.   Fährt ausschließlich der Bürgermeister mit dem Wagen, oder steht das Fahrzeug auch anderen Angehörigen der Stadtverwaltung zu Verfügung?

4.   Welche Laufleistung hat der Wagen monatlich im Durchschnitt?

5.   Wie hoch sind die monatlichen Leasingraten, die die Stadt Bedburg zahlen muss?

6.   Hat die Stadt Bedburg Angebote für E-Autos anderer Hersteller eingeholt?

      Wie hoch wären hier die Leasingraten ausgefallen? Falls die Stadt keine anderen Angebote eingeholt hat: Warum nicht?

7.   Ist es richtig, dass das Land einen Zuschuss in Höhe von 40% für den Tesla gibt? Hätte es einen solchen Zuschuss auch für andere E-Autos gegeben?

8.   Hat die Stadt Bedburg Angebote für Autos mit konventionellem Verbrennungsmotor oder alternativen Antriebsformen wie Gas oder Hybrid eingeholt?

      Wenn nein, warum nicht?

9.   Warum hat sich die Stadt für den Tesla entschieden?

10. Wie lange läuft der Leasingvertrag?



1. Was für ein Dienstfahrzeug stand dem Bürgermeister in der Vergangenheit zur Verfügung?

Wie lange wurde der Wagen gefahren, und welche Laufleistung hatte er, als er ersetzt wurde?

Ein Mazda 6 Kombi Diesel. Das Fahrzeug wurde durch einen Leasingvertrag mit einer Laufzeit von 24 Monaten beschafft. Bei der Rückgabe hatte das Fahrzeug eine Laufleistung von 33.721 km.

   

2. Wann wurde der Tesla angeschafft?

Am 01. Oktober 2019.

  

3. Fährt ausschließlich der Bürgermeister mit dem Wagen, oder steht das Fahrzeug auch anderen Angehörigen der Stadtverwaltung zu Verfügung?

Das Fahrzeug wird überwiegend durch den Bürgermeister intensiv genutzt. Der anstehende Strukturwandel und der beschleunigte Braunkohleausstieg, hier ist die Stadt Bedburg besonders betroffen, erfordern häufige und zeitintensive Dienstreisen über weite Strecken (nähere Erläuterungen hierzu s. Frage 9). Eine weitere Nutzung durch Angehörige der Stadtverwaltung ist dadurch häufig ausgeschlossen. Darüber hinaus kann das Fahrzeug vom Bürgermeister auch privat genutzt werden. Für diese Privatnutzung wird dem Bürgermeister ein monatlicher Betrag in Höhe von 250,-- € in Rechnung gestellt.

   

4. Welche Laufleistung hat der Wagen monatlich im Durchschnitt?

Ca. 2.500 km / Monat

   

5. Wie hoch sind die monatlichen Leasingraten, die die Stadt Bedburg zahlen muss?

Für den Tesla Model 3 beträgt die monatliche Leasingrate laut Leasingvertrag vom 28. August 2019 337,25 €.

Das Fahrzeug finanziert sich aber auch zu einem wesentlichen Anteil durch einen vom Bürgermeister privat gezahlten monatlichen Betrag.

Denn die Belastung durch den städtischen Haushalte reduziert sich um den für die Privatnutzung durch den Bürgermeister zu zahlenden Betrag in Höhe von 250,-- €, so dass tatsächlich 87,25 € den städtischen Haushalt monatlich belasten.

Der Tesla Model 3 wird somit zu rund 75 % durch den Bürgermeister privat finanziert, obwohl die tatsächliche Privatnutzung nur einen weit geringeren Anteil an der Gesamtnutzung des Fahrzeuges darstellt.

Die monatlichen Leasingraten für den bisher genutzten Mazda betrugen laut Leasingvertrag vom 21. Juni 2017 412,66 €.

Doch auch durch die Betriebskosten ist der Tesla wirtschaftlich günstiger. Die Kosten für Kraftstoff beliefen sich beim Mazda monatlich auf etwa 150,-- €. Diese Betriebs-/Stromkosten werden für den Tesla durch die häufige Nutzung von kostenfreien Ladesäulen, hier u.a. direkt vor dem Rathaus Kaster, nicht erreicht. Die dortige öffentliche Ladesäule und deren Nutzung wurde durch die Fa. Innogy für alle BürgerInnen kostenneutral zur Verfügung gestellt.

   

6. Hat die Stadt Bedburg Angebote für E-Autos anderer Hersteller eingeholt?

Wie hoch wären hier die Leasingraten ausgefallen? Falls die Stadt keine anderen Angebote eingeholt hat: Warum nicht?

Um auch mit reinen Elektrofahrzeugen die entsprechend notwendigen Reichweiten für Fahrten innerhalb Nordrhein-Westfalens, aber teilweise auch darüber hinaus, realisieren zu können, sind derzeit nur die Modelle des Herstellers Tesla mit einer Reichweite von bis zu 600 km wirtschaftlich geeignet, um annähernd die Reichweite des vorherigen Dienstwagens (ca. 970 km) zu erzielen. Durch die Einholung weiterer Angebote wurde festgestellt, dass andere derzeit am Markt erhältliche Elektrofahrzeuge eine deutlich geringere Reichweite haben oder aber in der Beschaffung einen finanziellen Rahmen sprengen, welcher förderschädlich gewesen wäre. So betragen z.B. die Kosten für vergleichbare E-Fahrzeuge deutscher Hersteller mehr als 70.000,-- €, eine Landesförderung wäre dadurch ausgeschlossen gewesen.

Ferner gab es konkrete Fahrzeugvorgaben durch die Förderstelle des Landes (s. Erläuterung zu Frage 7) sowie lange Lieferzeiten anderer Hersteller (deutsche Hersteller bis zu 18 Monate), die bei der Entscheidung für den Tesla Model 3 eine wesentliche Rolle spielten.

   

7. Ist es richtig, dass das Land einen Zuschuss in Höhe von 40% für den Tesla gibt? Hätte es einen solchen Zuschuss auch für andere E-Autos gegeben?

Das Land NRW fördert die Anschaffung von batterieelektrischen Fahrzeugen für den nicht-wirtschaftlichen Gebrauch in Kommunen und kommunalen Betrieben. Bei batterieelektrischen Fahrzeugen werden bis zu 40 % der Anschaffungskosten, bis maximal 30.000,-- EUR, übernommen.

Die einmalige Leasingsonderzahlung für den Tesla Model 3 betrug 22.548,-- €. Das Leasinggeschäft wurde vom Land NRW mit einer Summe in Höhe von 15.490,-- € gefördert, um die sich die vorgenannte einmalige Leasingsonderzahlung reduziert.

Das Förderprogramm umfasst nicht eine Förderung aller E-Fahrzeuge. Eine Auflistung sieht nur bestimmte Fahrzeuge vor.

   

8. Hat die Stadt Bedburg Angebote für Autos mit konventionellem Verbrennungsmotor oder alternativen Antriebsformen wie Gas oder Hybrid eingeholt?

Wenn nein, warum nicht?

Vor der Entscheidung zum Abschluss des Leasingvertrages für den Tesla Model 3 wurden durch eine Markterkundung Informationen zu hybridbetriebenen Fahrzeugen eingeholt, bei denen aber die Leasingraten mehr als 500,-- € / Monat betragen hätten.

Wirtschaftlicher Einsatz, bessere Luftqualität und weniger Lärm – elektrisch betriebene Fahrzeuge verbessern die Lebensqualität in Städten und Gemeinden deutlich. Hier wollte der Bürgermeister ein ganz klares Zeichen für die Energiewende und für mehr Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit setzen. Aus diesen Gründen werden auch die Kommunen beim Einstieg in die Elektromobilität gefördert. Die Ladestationen in Bedburg werden mit zertifiziertem Öko-Strom betrieben. Ferner werden in Kürze vor dem neuen Rathaus zwei weitere Lademöglichkeiten mit vier Ladepunkten aufgestellt, die von einer Photovoltaikanlage auf dem Rathausdach gespeist werden.

   

9. Warum hat sich die Stadt für den Tesla entschieden?

Die Beantwortung dieser Frage erfordert zunächst eine detaillierte Betrachtung der besonderen Situation in Bedburg

Der beschleunigte Ausstieg aus der Braunkohleverstromung löst für das gesamte Rheinische Revier innerhalb weniger Jahre einen tiefgreifenden Strukturwandel aus. Mit diesem sind große Herausforderungen, aber auch große Chancen verbunden. Insbesondere gilt dies für das Kernrevier. Auch in Bedburg wird der Strukturwandel zum Verlust von Arbeitsplätzen und Wertschöpfung führen. 

Aus diesem Grunde wurde ein parteiübergreifender Zusammenschluss von 20 BürgermeisterInnen der Anrainerkommunen gegründet, deren Sprecher der Bürgermeister ist.

Zudem sind inzwischen 20 Vertretern der Anrainerkommunen in der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR), ein Instrument des Landes Nordrhein-Westfalen und der Region zur Steuerung des Strukturwandels, als Beirat aktiv. Dieser Beirat wird die Zukunftsagentur künftig strategisch beraten. Drei Sprecher dieses Beirats, darunter der Bürgermeister der Stadt Bedburg, haben einen Sitz und Stimme im Aufsichtsrat.

Der Bürgermeister ist außerdem Sprecher für den Zusammenschluss der 3 Bürgermeister der Braunkohlereviere.

Hier werden aktuell existenzielle Entscheidungen für die Stadt Bedburg getroffen und die Zukunft unserer Kommune, aber auch der betroffenen Anrainerkommunen des Rheinischen Reviers neu definiert. Aus diesen Gründen sind permanente, zeitintensive Dienstreisen über große Entfernungen, teilweise auch in andere Bundesländer, an der Tagesordnung und nicht mehr mit dem bisherigen „Dienstreiseprofil“ des Bürgermeisters vergleichbar.

Aktuell können nur die E-Fahrzeuge des Herstellers Tesla mit einer Reichweite von bis zu 600 km die durch die Dienstreisen gestellten Anforderungen erfüllen. Fahrzeuge anderer Anbieter würden eine Zwangspause durch einen Aufladevorgang von bis zu 5 Stunden erfordern, was einen geregelten und planbaren Dienstbetrieb nahezu ausschließt. Hier käme auch ein zusätzlicher Kostenfaktor hinzu, denn ein kostenneutraler Aufladevorgang wie unmittelbar am Dienstort vor dem Rathaus steht an den Bundesautobahnen nicht zur Verfügung.

Ein weiterer Aspekt stellt auch das zur Verfügung stehende Raumangebot des Teslas dar. Die vorgenannten Dienstreisen über weite Strecken werden sehr häufig mit weiteren Personen, wie z.B. Mitarbeiter der Verwaltung sowie Bürgermeister-Kollegen der Anrainerkommunen, gemeinsam durchgeführt.

   

10. Wie lange läuft der Leasingvertrag?

48 Monate


 
 
 
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