Bedburg, Elsdorf und Bergheim planen interkommunales Gewerbegebiet

Veröffentlicht am: 08.04.2019

Unterzeichnung des Letter of Intent durch die Bürgermeister der Städte Bedburg, Bergheim und Elsdorf. Den Herausforderungen des Strukturwandels werden sich die Städte Bedburg, Elsdorf und Bergheim gemeinsam stellen. Die Städte begreifen den Strukturwandel als große Chance für die Zukunft und werden fortan enger zusammenrücken. Ein erstes Projekt ist die Planung eines gemeinsamen interkommunalen Gewerbegebietes. Eine interkommunale Zusammenarbeit erleichtert den Erhalt von Strukturfördermitteln, die von Bund und Ländern in Aussicht gestellt sind.

    

Das zukünftige Gewerbegebiet soll rund 70 Hektar umfassen, die parallel zur Autobahn A61 zwischen den Ortschaften Kaster und Pütz liegen. Dort soll zukünftig Platz für neue Firmen und nachhaltige Arbeitsplätze entstehen. Denn die Städte verfügen nur noch über begrenzte freie Gewerbeflächen.

   

Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach und seine Amtskollegen Andreas Heller (Elsdorf) und Volker Mießeler (Bergheim) unterzeichneten am 4. April 2019 einen gemeinsamen ´Letter of Intent´, der die Zusammenarbeit der drei Städte umfasst. Gleichzeitig ist auch eine Gewerbesteuerzerlegungsvereinbarung erörtert worden, so dass die Städte auch Einnahmen aus der Ansiedlung neuer Firmen generieren und die Ausfälle der Gewerbesteuern aus dem Tagebau kompensieren können.

   

„Der Strukturwandel trifft unsere Städte sehr deutlich. Rund 3.000 Arbeitsplätze sind unmittelbar oder mittelbar an die Tagebaue geknüpft. Wir haben keine Gewerbeflächen mehr, wir wollen und müssen aber Platz für neue Firmen und Arbeitsplätze schaffen und langfristig Raum für Innovationen ermöglichen – und das möglichst zügig“, betont Sascha Solbach.

   

Andreas Heller ergänzt: „Wir sehen den Strukturwandel in unserer Region als sehr große Chance und möchten die Herausforderungen annehmen. Unsere Hausaufgaben für die Menschen in unseren Städten haben wir in einem ersten Teil mit der heutigen Zusammenarbeit begonnen. Aber hierzu bedarf es auch der politischen Unterstützung auf Bundes- und Landesebene, damit wir Projekte vor Ort schnell realisieren können.“

   

Hierzu hatte Heller in einem offenen Brief an Ministerpräsident Armin Laschet die Sorgen und Bedürfnisse der Städte, deren Flächen in und neben den Tagebauen liegen, deutlich umschrieben und findet dabei auch bei Solbach und Mießeler volle Zustimmung. Ein Wettlauf der Städte um Fördertöpfe oder lange Genehmigungs- und Planungsverfahren gefährde die Handlungsfähigkeit der Kommunen. Nachdem mit dem Abschlussbericht der „Kommission für Wachstum, Beschäftigung und Strukturwandel“, die ursprünglichen Zeiträume für die Planungen deutlich verkürzt wurden, müssen die betroffenen Städte im Rheinischen Revier nun eine rechtliche und planerische Sonderstellung einnehmen.

  

Lange bürokratische Wege müssen zielorientiert verkürzt werden und finanzielle Unterstützungen müssen direkt vor Ort ankommen. Dabei ist nicht jede Stadt im Rheinischen Revier gleichermaßen betroffen, so dass insbesondere den Tagebau-Anrainerkommunen eine Sonderstellung eingeräumt werden solle.

  

„Mit der heute unterschriebenen Zusammenarbeit legen wir die Grundlage, um vor Ort nachhaltige und große Projekte zu realisieren“, so Sascha Solbach.

  

„Mit dem Interkommunalen Kompetenzareal INKA :terra nova haben wir die erste Fläche bereits auf den Weg gebracht. Diese wird bald baureif sein, so dass dort auch direkt das allererste Projekt zum Strukturwandel, die Klimahülle, entsteht. Somit ist es die rechte Zeit, sich an anderer Stelle weiterzuentwickeln und klare Zeichen zu setzen, zusammenzustehen und den Strukturwandel gemeinsam zu gestalten. Wir dürfen uns von den anstehenden Veränderungen nicht abschrecken lassen. Wir müssen auf unsere Kompetenzen und Standortfaktoren aufmerksam machen und Projekte zeitnah angehen. Durch die interkommunale Zusammenarbeit können wir nicht nur reagieren, sondern von vornherein agieren und gestalten“, so Volker Mießeler, Bürgermeister der Kreisstadt Bergheim abschließend.
 
zum Veranstaltungskalender

Kontakt zur Stadt Bedburg

 

Aktuelles

Update Hochwasser

Wie ist die Lage in Bedburg? An welche Hotlines kann ich mich als Hochwasserbetroffene*r wenden? Wie kann ich helfen? Und welche Hilfsangebote gibt es? Die Antworten finden Sie im Beitrag. [mehr...]


Inzidenzstufe 1

Seit dem 26. Juli 2021 gilt für das Land Nordrhein-Westfalen wieder die Landesinzidenzstufe 1 (7-Tage-Inzidenz von über 10 und kleiner gleich 35). Damit treten auch im Rhein-Erft-Kreis automatisch bestimmte Infektionsschutzmaßnahmen in Kraft. [mehr...]


Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept: Neue Förderprogramme im ISEK-Erklärfilm

Die Bedburger Innenstadt wird im Rahmen des ISEK umgestaltet. Wenn Sie Ihre Immobilie in der Innenstadt aufwerten möchten oder eine Projektidee haben, um die Innenstadt attraktiver zu gestalten, dann lohnt sich der Blick in unsere ISEK-Filme rund um zwei neue Förderprogramme. [mehr...]


Glasfaserausbau in Kaster und Königshoven: Start der Nachfrage Online-Infoabende am 12. und 19. August

Für eine leistungsfähige Breitbandinfrastruktur kooperiert die Stadt Bedburg mit der Unternehmensgruppe Deutsche Glasfaser. Vom 7. August bis 1. November 2021 fragt das Unternehmen in Kaster und Königshoven das Interesse ab. Für die Bürger*innen der beiden Ortsteile veranstaltet Deutsche Glasfaser jeweils am 12. und 19. August 2021 einen Online-Infoabend. [mehr...]


Online-Umfrage zum Thema Klimaschutz in Bedburg

Für die Erstellung des Integrierten Klimaschutzkonzeptes brauchen wir Ihre Unterstützung. Welche Einstellungen und Verhaltensweisen haben Sie im Bereich Umwelt- und Klimaschutz? [mehr...]


„Kulturpicknick im Freibad“: Open Air mit Top-Comedians

Nachdem sich das städtische Kulturprogramm coronabedingt nur auf der digitalen Bühne präsentieren konnte, geht es nun wieder vor Live-Publikum. Den Auftakt macht zwischen dem 20. und 29. August 2021 das „Kulturpicknick im Freibad“. An zwei aufeinanderfolgenden Wochenenden laden fünf TV-bekannte Comedians zu unterhaltsamen Stunden auf dem Gelände des Bedburger Freibads ein. [mehr...]


Stadt Bedburg ruft zur Teilnahme am „Westenergie Klimaschutzpreis 2021“ auf

Gemeinsam mit dem Energiedienstleiter Westenergie starten wir auch dieses Jahr wieder einen Wettbewerb um den Klimaschutzpreis. Sie können sich mit ihren Klima- und Umweltschutzprojekten noch bis zum 19. September 2021 für diesen bewerben. [mehr...]


Stadt Bedburg und RWE errichten weiteren Windpark

Auf rekultivierten Flächen am Tagebau Garzweiler bauen die eingespielten Partner Stadt Bedburg und RWE einen weiteren Windpark: Die fünf Windenergieanlagen des Projekts “Bedburg A 44n” sollen in einem Jahr grünen Strom für weitere 28.000 Haushalte erzeugen. [mehr...]


Weitere Meldungen finden Sie hier!