Masterplan Mobilität und Verkehr für die Stadt Bedburg beschlossen

Fahrrad- und Autofahrer bewegen sich auf der Straße fort. In einer eigens dafür anberaumten Sondersitzung am 12.03.2019 hat der Stadtentwicklungsausschuss mit Mehrheit den „Masterplan Mobilität und Verkehr“ für die Stadt Bedburg beschlossen.

   

Dieser Plan basiert auf einem von der Stadt Bedburg beauftragten und gemeinsam mit dem Planungsbüro Stadtverkehr (Hilden) erstellten Gutachten, das den Weg zu einer Integrierten Verkehrsplanung in Bedburg für die nächsten 12-15 Jahre aufzeigt. Auf Basis von umfangreichen Bestandsaufnahmen, Planungsspaziergängen mit den Bürgerinnen und Bürgern und einer sich daran anschließenden Analyse und Bewertung der Situation des Verkehrs wurden zahlreiche Maßnahmen zur Verbesserung und Verkehrslenkung entwickelt, sowohl für den Autoverkehr, aber auch für den Fuß-, Rad- und den Öffentlichen Personennahverkehr.

   

Ziele des Masterplans und seiner zahlreichen Einzelmaßnahmen sind u. a. die Erstellung eines so genannten „Lkw-Vorbehaltsnetzes“ zur stadtverträglichen Erreichbarkeit der Wirtschaftsstandorte, die Förderung des Fuß- und Radverkehrs, die Optimierung der ÖPNV-Anbindung, insbesondere die Aufwertung der RB 38 zur S-Bahn, die Verbesserung der Anbindung der Ortsteile an die Innenstadt, die Verbesserung der innenstadtbezogenen Erreichbarkeit für alle Verkehrsarten und Erhöhung der Aufenthaltsqualität in der Innenstadt in Bedburg sowie die Verbesserung der Lärm- und Umweltsituation, insbesondere in den Wohnbereichen und an den Hauptverkehrsstraßen.

  

Eingearbeitet sind im neuen Gesamt-Verkehrsplan auch jene Maßnahmen, die der Bedburger Stadtentwicklungsausschuss vor wenigen Tagen bereits als Masterplan Radverkehr beschlossen hatte, wie auch die Maßnahmen für das Verkehrskonzept Schulzentrum, das gleichzeitig mit dem Masterplan Mobilität und Verkehr beraten und beschlossen worden ist. Hier wurde mit der Umsetzung bereits begonnen und die Kreuzung St.-Ursula-Weg / Lindenstraße für die Radfahrenden entschärft. Als nächster Schritt ist die Umgestaltung der Karlstraße in eine für den PKW-Verkehr im Einrichtungsverkehr freigegebene so genannte Fahrradstraße vorgesehen. Auf Fahrradstraßen haben Radfahrer generell Vorrang vor anderen Verkehrsteilnehmern. „Aber für Autofahrer wird die Straße natürlich weiterhin frei bleiben, auch werden wir die Zahl der Stellplätze im Straßenraum nicht einschränken“, erläutert die städtische Verkehrsplanerin Lara Ackermann die Maßnahme.

   

Danach stehen dann neue Hol- und Bringzonen auf der Liste sowie die Öffnung der Karlstraße bis zur Herderstraße und ein neuer Kreisverkehr im Bereich Herderstraße / Lindenstraße. „Wir werden sowohl die Maßnahmen am Schulzentrum wie auch jene zur Beruhigung der Ortslage Blerichen Schritt für Schritt umsetzen und zwischendurch immer wieder das Erreichte messen und öffentlich machen“, so Fachdienstleiter Torsten Stamm. „So können wir sicherstellen, dass die Maßnahmen auch die gewünschte Wirkung erzielen.“

  

Weitere Maßnahmen aus dem neuen Masterplan Mobilität und Verkehr sind der Ausbau der Burgstraße, der Bau von zwei so genannten Mini-Kreisverkehren in Kirdorf oder eine neue Querungshilfe an der L 279 in Pütz.

  

„Mit dem jetzt beschlossenen Masterplan Mobilität und Verkehr, dem Masterplan Radverkehr und dem separat beschlossenen Verkehrskonzept für das Umfeld des Schulzentrums hat die Stadt Bedburg innerhalb weniger Wochen umfangreiche Grundlagen für die Verkehrsplanung der nächsten Jahre vorgelegt und beschlossen“, so Fachdienstleiter Torsten Stamm. Auch Bürgermeister Sascha Solbach freut sich über das vorliegende Gesamtpaket zum Verkehr: „An den Plänen haben in der Vergangenheit auch viele Bürgerinnen und Bürger aktiv mitgearbeitet. Es ist gut, dass wir nun alles beschlossen und mit den Maßnahmen nun Stück für Stück in die Umsetzung gehen können.“
 
 
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