Versetzung des Ortseingangsschildes auf der Sankt-Rochus-Straße

Veröffentlicht am: 22.09.2021

Ortsschild Sankt-Rochus-Straße Die Stadt Bedburg weist darauf hin, dass auf der Sankt-Rochus-Straße (Kreisstraße 36) im Ortsteil Kaster, im Bereich zwischen den Einmündungen Schützendelle und Meßweg, in Kürze die Verkehrsführung geändert werden muss.
   
Verschiedene Stellungnahmen und Anregungen seitens der Bürgerschaft im Hinblick auf die dortige Verkehrssituation führten im Sommer zu einem gemeinsamen Ortstermin vom Rhein-Erft-Kreis als Baulastträger, der Verkehrsdirektion der Polizei und der Stadt Bedburg. In dessen Rahmen wurde festgestellt, dass unter anderem der derzeitige Standort des Ortseingangsschildes an der Sankt-Rochus-Straße nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben entspricht.
   
Wo Schilder dieser Art genau stehen dürfen, regelt die Allgemeine Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung. Dort heißt es, dass Ortstafeln dort aufzustellen sind, „wo die geschlossene Bebauung auf einer der beiden Seiten der Straße für den ortseinwärts Fahrenden erkennbar beginnt“; weiter wird ausgeführt, dass eine geschlossene Bebauung vorliegt, „wenn die anliegenden Grundstücke von der Straße erschlossen werden.“
   
Auf der Sankt-Rochus-Straße werden aus Pütz kommend bis zur Einmündung Meßweg keine Grundstücke erschlossen. Daher muss das Ortseingangsschild von seinem aktuellen Standort an der Einmündung Schützendelle nun, rund 600 m weiter östlich, vor die Einmündung Meßweg versetzt werden. Damit wird die erlaubte Fahrgeschwindigkeit in diesem Abschnitt von aktuell 50 km/h (innerorts) auf 70 km/h (außerorts) erhöht.
   
Die Stadt Bedburg hatte diesbezüglich massive Bedenken, insbesondere im Hinblick auf den mit der Erhöhung der zulässigen Geschwindigkeit befürchteten Lärmpegelanstieg, und beauftragte daraufhin eine Lärmberechnung (nach RLS-90) durch einen neutralen, externen Gutachter.
   
Die zwischenzeitlich durchgeführte Berechnung führte zu dem Ergebnis, dass bei der aktuellen Verkehrsbelastung (ca. 5.500 Kfz/Tag) die Erforderlichkeit für straßenverkehrsrechtliche Lärmschutzmaßnahmen – etwa eine reduzierte Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h oder bauliche Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerung – nicht besteht. Eine Überschreitung der hierfür maßgeblichen Richtwerte wäre laut Gutachten erst bei einer deutlich höheren Verkehrsbelastung, das heißt nahezu einer Verdopplung der Verkehrsstärke, zu erwarten.
   
Die Stadt Bedburg bittet die Bürger*innen um Beachtung und Verständnis.

 
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