Bedburger Innenstadt: NRW-Bauministerin Scharrenbach gibt Fördermittel frei

Bedburger Innenstadt - Aktuelles Im Sommer 2018 wurde die Verwaltung mit der Beantragung von Städtebaufördermitteln für 2020 beauftragt. Dafür musste ein Integriertes Städtebauliches Entwicklungskonzept (ISEK) erarbeitet werden, welches Projekte beinhaltet, die die Innenstadt und den Schlosspark in den kommenden Jahren schöner und nutzerfreundlicher machen.

  

Im Frühjahr 2019 wurde das Konzept des Gutachterbüros Dr. Acocella (Lörrach) Interessierten im Rahmen eines Bürgerworkshops im Schloss vorgestellt. Die anwesenden Bürgerinnen und Bürger konnten sich daraufhin in vier Arbeitsgruppen aktiv zu Themenschwerpunkten wie Öffentlicher Raum, Verkehr, Schlosspark, Leerstände und Co. einbringen.

  

Dabei empfand die Bürgerschaft drei Themen besonders wichtig: Marktplatz, Rathausnutzung sowie Schloss / Schlosspark. Anfang April wurden diese in Arbeitsgruppen noch einmal genauer betrachtet und inhaltlich angepasst. Aus den Anmerkungen und Ideen der Bürgerinnen und Bürger wurden schließlich konkrete Projekte entwickelt und im Herbst 2019 verabschiedete die Politik schließlich ein 26 Maßnahmen starkes Konzept für die Umgestaltung der Innenstadt und des Schlossparkes.

  

Das Konzept sowie Entwürfe einzelner Maßnahmen reichte die Stadtverwaltung bis Ende September zusammen mit einem Antrag auf Gewährung von Städtebaufördermitteln für den Förderzeitraum 2020 bis 2027 bei der Bezirksregierung Köln ein. Welche Städte Fördermittel erhalten, entschied die Bezirksregierung nun gemeinsam mit dem Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW.

„Ich freue mich sehr, dass die intensive Arbeit der letzten Monate und auch die intensive Bürgerbeteiligung nun Früchte trägt und wir den Zuschlag bekommen haben“, so Bürgermeister Sascha Solbach über die guten Nachrichten aus Düsseldorf.

Fachdienstleiter Torsten Stamm ergänzt: „Wir bereiten gerade alles vor, damit wir sofort mit den Projekten loslegen können, die noch in 2020 konkret umgesetzt werden, nämlich die Umgestaltung des Spielplatzes im Schlosspark und der Schlossgärtnerei.“

Parallel soll im Sommer noch ein europaweiter freiraumplanerischer Wettbewerb für die Umgestaltung des Schlossparks durchgeführt und Vorbereitungen für die Einführung eines professionellen Citymanagements getroffen werden. Raumplanerin Nina Asbach, die bei der Verwaltung projektleitend für das ISEK ist, merkt an: „Unser Zeitplan für die Erarbeitung war äußerst straff. Insoweit war es hilfreich, auf die Unterstützung der Bezirksregierung und auch des Ministeriums zählen zu können.“

   

Die für das Programmjahr 2020 beantragten Städtebaufördermittel von rd. 820.000 € sind Teil eines Gesamtpaketes für Bedburg für die Jahre 2019 bis 2024 in Höhe von 7,8 Mio. € und einer zweiten Fördertranche für die Jahre 2025 bis 2027 von 9,6 Mio. €. Über die Auszahlungen der Folgejahre wird jeweils zu Jahresbeginn entschieden. Wer einmal den Einstieg in die Städtebauförderung geschafft hat, für den stehen die Chancen gut, auch die Auszahlungen für die Folgejahre zu erhalten.

  

Für Bedburg ist es der erste erfolgreiche Zugriff auf die Städtebauförderung in der aktuellen Form. Notwendig für die Beantragung sind die Erarbeitung und politische Verabschiedung eines „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzeptes“ einschließlich der Bürgerbeteiligung, die Vorlage detaillierter und nachvollziehbarer Kostenermittlungen aller darin enthaltenen Projekte und der Aufbau einer geeigneten Organisationsstruktur in der Verwaltung. Üblicherweise gehen dafür mehr als 2 Jahre ins Land, Bedburg schaffte es von der ersten Auftragsvergabe bis zur Einreichung des Förderantrags in nur 1,5 Jahren.

  

Hintergrund:

Mit der Veröffentlichung des Städtebauförderprogrammes des Landes Nordrhein-Westfalen, bestehend aus den drei neuen Regelprogrammen („Lebendige Zentren“, „Sozialer Zusammenhalt“ sowie „Wachstum und nachhaltige Erneuerung“) und dem Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier“ für das Jahr 2020 werden insgesamt 295 Projekte mit 396,6 Millionen Euro gefördert. Die zuwendungsfähigen Gesamtausgaben belaufen sich auf rund 530 Millionen Euro. Der kommunale Eigenanteil beläuft sich auf rund 133 Millionen Euro. Von den 396,6 Millionen Euro Fördermitteln tragen das Land Nordrhein-Westfalen rund 198,1 Millionen Euro, der Bund rund 191,3 Millionen Euro und die Europäische Union rund 7,2 Millionen Euro.

   

Doppellogo Bundesministerium + Soziale Integration im Quartier

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