Drei Sterne für Teile des Energieprojekts „NettoNull – BEB“

Veröffentlicht am: 22.12.2021

Windräder ZRR zeichnet Teile des Gemeinschaftsprojekts von Bergheim, Elsdorf und Bedburg mit der Höchstnote aus – Fördermittel können beantragt werden

Drei Sterne für die Zukunft: Die kann sich das Projekt „NettoNull – Energieplan BEB“ in wichtigen Teilbereichen nun anheften. Das Gemeinschaftsprojekt der Städte Bergheim, Elsdorf und Bedburg (BEB) hat nach der jüngsten Sitzung der Zukunftsagentur Rheinisches Revier (ZRR) nicht nur eine Top-Bewertung erreicht – ab sofort können auch Fördermittel beantragt werden.

Die Idee

Hinter dem Zukunftsprojekt „NettoNull – Energieplan BEB“ steht die Idee, einen kommunalen, sektorübergreifenden Energieplan für eine bilanzielle CO2-Neutralität der Energieversorgung im ‚Kraftraum :terra‘ nova zu entwickeln. Das Ziel dahinter: Eine lokal orientierte, sichere und durchdacht digitalisierte Versorgung. Diese ist in einer Zukunft ohne große, zentrale Kraftwerke unabdingbar. „Die schwankenden Leistungen lokaler Einspeiser – beispielsweise Biogasanlagen, Wind- oder Solarkraftwerke stabil ins Stromnetz zu bringen, ist eine wichtige Zukunftsaufgabe. Diese Stabilität liefert Versorgungssicherheit, auch in einem Umfeld ohne große Kraftwerke. Damit müssen wir jetzt beginnen“, erläutert Dr. Matthias Betsch, Geschäftsführer der Stadtwerke Bergheim.

Die Basis

Ein erster Grundstein für das Szenario war die Gründung der Stadtwerke Erft GmbH im Oktober 2021: Es ist das erste digitale und interkommunale Gemeinschaftsstadtwerk in Deutschland. „NettoNull“ ist nun ein Projekt, das den digitalen Teil des neuen Gemeinschaftsstadtwerkes mit Leben füllt. „Denn durch die smarte und konsequente Nutzung digitaler Werkzeuge können wir vorhandene und künftige Potenziale für die Energieversorgung verbinden“, so Betsch, der auch Geschäftsführer der Stadtwerke Erft ist.

Die Vorteile für unsere Region

Der Projektname umschreibt dabei treffend, dass bei der Energieerzeugung in Zukunft CO2-neutral gehandelt wird. Bergheims Bürgermeister Volker Mießeler: „Vor dem Hintergrund des nun beschlossenen, früheren Kohleausstiegs ist das sicherlich ein echtes Zukunftsprojekt, das viel mehr bietet als reine Symbolik. Es bietet eine Chance, die jahrzehntelang gewachsenen Strukturen im Rhein-Erft-Kreis weiterzuentwickeln. Mit einem nachhaltigen und regionalen energetischen Gemeinschaftsprojekt.“ Elsdorfs Bürgermeister Andreas Heller ergänzt: „Wir haben die Möglichkeit, Wertschöpfung und Arbeitsplätze in der Region zu halten.“ Und sein Amtskollege Sascha Solbach aus Bedburg freut sich: „Wir können auf zukunftsweisende Art auch ohne Kohleverstromung die Energie- und Versorgungssicherheit für unsere Region gewährleisten.“

Wie es funktioniert

Wie der Ansatz funktioniert, skizziert Dr. Betsch: „Wir können im interkommunalen ‚Kraftraum :terra nova‘ – sektorenübergreifend die benötigten Energiemengen steuern. Bei der aktuellen Versorgung mit zentralen Kraftwerken geschieht das über den geregelten Zufluss aus dem Kraftwerk. Fällt dieser eine große Input weg, bleiben viele kleine, dezentrale Energieerzeuger, wie zum Beispiel Solar-, Wind- oder Biogasanlagen übrig. Die brauchen eine digitale Steuerung, die das Versorgungsnetz auch ohne große Energielieferanten stabil macht. Sonst funktioniert der Ausstieg aus der Kohleverstromung nicht. Mit einer gezielten Steuerung dezentraler Energieerzeuger kriegen wir das hin.“

Was jetzt kommt

Mit dem dritten Stern können für Teilprojekte von „Netto Null – BEB“ nun Fördermittel aus dem „SofortprogrammPLUS“ der ZRR beantragt werden. Bereits die ersten beiden Sterne hat das Gesamtprojekt im Laufe des dreistufigen, gut eineinhalbjährigen Qualifizierungsmarathons mit Bravour erreicht und so zielstrebig die Antragsreife erreicht. „Jetzt freuen wir uns über den dritten Stern. Aber die Auszeichnung ist mehr als nur Ansporn und die Chance, Fördermittel zu generieren. Wir stellen uns damit dem Strukturwandel, der mit dem Ausstieg aus der Kohleverstromung verbunden ist. Mit solchen Projekten gestalten wir die zuverlässige Energieversorgung der Zukunft: Nicht auf dem Papier, sondern praxisnah und im Teamwork mit regionalen Partnern. Denn wir brauchen Umsetzungen vor Ort mit Fachpartnern aus der Region. Damit setzen wir auch das Ziel der Stadtwerke Erft um, gemeinsam effektiv und effizient in die Zukunft zu gehen“, schließt Dr. Betsch.

    

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