Fairtrade-Town

Entgegennahme der „Fairtrade-Stadt“-Urkunde Bedburg ist „Fairtrade-Stadt“

Fair Play nicht nur im Sport. Als Global Nachhaltige Kommune NRW (GNK) wollen wir auch Einfluss auf den Fairen Handel nehmen. Denn wir VerbraucherInnen entscheiden, was in den Regalen stehen soll. Daher haben wir uns gemeinsam mit allen BürgerInnen auf den Weg gemacht, das Siegel Fairtrade-Town Bedburg zu erreichen - ein erster Schritt für die globale Verantwortung und Gerechtigkeit in den Produktionsländern. 2020 war es dann soweit.

    

Gemeinsam nahmen Bürgermeister Sascha Solbach, der damalige Leiter der Stabsstelle Soziale Stadt Jürgen Schmeier und Alfred Walter vom Bedburger EINE-WELT-Kiosk am 28. Mai 2020 die „Fairtrade-Stadt“-Urkunde entgegen. Damit wurden wir nun ganz offiziell als 683. Kommune in Deutschland von Fairtrade Deutschland mit dem Titel „Fairtrade-Stadt“ ausgezeichnet.

   

Im Rahmen unserer Arbeit als GNK riefen wir 2018 die Steuerungsgruppe „Fairtrade Towns Kampagne“ rund um das Team des EINE-WELT-Kiosks ins Leben. Den zahlreichen Akteurinnen und Akteuren aus Stadtverwaltung, Vereinen, Kirchen, Schulen sowie mit dem Caballito, dem EHRLICH & Lecker, dem Da Lorenzo, dem Landhaus Danielshof, dem Café Kraus und dem Bedburger Bauernlädchen auch aus dem Bereich Einzelhandel und Gastronomie ist es zu verdanken, dass in Bedburg der Fairtrade-Gedanke in vielen Bereichen des städtischen Lebens integriert wurde.

   

Urkunde zur Fairtrade-Town Produkte aus fairem Handel wurden bereits 1998 erstmals durch den EINE-WELT-Kiosk der Pfarrgemeinde St. Lambertus angeboten. Die Erlöse gibt das Team in eine Partnergemeinde im Amazonasgebiet von Brasilien sowie in das Andenhochland von Peru – gerade in Corona-Zeiten eine wichtige Hilfe für die Produzentinnen und Produzenten vor Ort, denn weder die Wirtschaft noch das Gesundheitssystem vieler südamerikanischer Länder sind auf derartige Krisen eingestellt.

    

„Ich bin sehr stolz darauf, welchen Einsatz unsere Stadt und besonders alle an der Steuerungsgruppe Beteiligten für einen Fairen Handel mit dem globalen Süden und einen nachhaltigen Konsum für mehr Gerechtigkeit zeigen. Für dieses Engagement möchte ich mich von Herzen bedanken. Ob mit dem Verkauf und der Nutzung fairer Produkte oder durch Aufklärungsarbeit, wir in Bedburg tragen unseren Teil dazu bei, das Bewusstsein für die Notwendigkeit eines gerechten Welthandels zu stärken und zeigen, dass globales Denken und lokales Handeln funktionieren“, so Bürgermeister Sascha Solbach.

   

Mit den derzeit 683 Fairtrade-Kommunen (Stand Mai 2020) sind mittlerweile alle 16 Bundesländer in der Kampagne Fairtrade-Towns vertreten und die Auszeichnungen reichen von der Großstadt über kleinere Gemeinden bis hin zur ersten Fairtrade-Insel. Neben engagierten Kommunen gibt es in Deutschland aber auch über 700 Fairtrade-Schulen und 30 Fairtrade-Universitäten.

   

„In der öffentlichen Beschaffung, im Stadtmarketing, in Gastronomie und Handel, in Schulen und Vereinen bringt die Kampagne neue Partner zusammen und entwickelt eine eigene Dynamik in der Kommune. Mit ihrem Engagement tragen die Fairtrade-Towns auch dazu bei, die Entwicklungsziele der UN in die Praxis umzusetzen“, so Dieter Overath, Vorstandsvorsitzender vom Verein TransFair, der die Kampagne trägt.

   

Als Fairtrade-Stadt mussten bzw. müssen wir folgende fünf Kriterien erfüllen:

1. Ratsbeschluss zur Teilnahme an der Fairtrade-Kampagne und verbindliche Verpflichtung bei allen Sitzungen des Rates und seiner Ausschüsse, sowie im Bürgermeisterbüro fair gehandelten Kaffee und ein weiteres Produkt aus fairem Handel zu verwenden. Sollte kein Kaffee in Ratssitzungen angeboten werden, können auch entsprechende Kaltgetränke verwendet werden.

      

2. Bildung einer lokalen Steuerungsgruppe zur Koordinierung der Aktivitäten vor Ort, bestehend aus mindestens drei Personen aus den Bereichen Zivilgesellschaft, Politik und Wirtschaft. Wünschenswert ist auch, Akteure aus weiteren Bereichen wie z.B. Schulen, Vereinen und kirchlichen Einrichtungen einzubinden.

   

Fairtrade-Town Schild 3. In den lokalen Einzelhandelsgeschäften, bei Floristen sowie in Cafés und Restaurants werden mindestens zwei Produkte aus fairem Handel angeboten. Die genaue Anzahl richtet sich nach der Größe der Kommune. Für Bedburg sind es fünf Geschäfte, drei Gastronomiebetriebe.

   

4. In öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden Produkte aus fairem Handel verwendet. Darüber hinaus werden Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel umgesetzt.

   

5. Die Steuerungsgruppe macht Öffentlichkeitsarbeit über die Aktivitäten, die lokalen Medien berichten über die Ereignisse vor Ort (mindestens vier Artikel pro Jahr).

   

Die Kampagne Fairtrade-Towns fördert gezielt den fairen Handel auf kommunaler Ebene und die bisherigen Auszeichnungen sind das Ergebnis einer erfolgreichen Vernetzung von Personen aus Zivilgesellschaft, Politik, Verwaltung und Wirtschaft. Städte und Gemeinden spielen eine entscheidende Rolle bei der Umsetzung globaler Entwicklungsstrategien. Die Kampagne Fairtrade-Towns bietet Kommunen mit den fünf Kriterien, die es zu erfüllen gilt, konkrete Handlungsoptionen. So sind Fairtrade-Towns auch wichtige Akteure für die Implementierung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals) der Vereinten Nationen. Weitere Informationen hierzu gibt es im Bereich „Global Nachhaltige Kommune NRW“.


Eine Welt Kiosk St. Lambertus - Gruppenbild Steuerungsgruppe:

Mit dem am 03.07.2018 vom Rat der Stadt Bedburg gefassten Beschluss, an der Fairtrade-Towns-Kampagne teilzunehmen und fair gehandelte Produkte auch im Rathaus zu verwenden, konnte die Steuerungsgruppe gebildet werden. Mittlerweile arbeiten sechs BürgerInnen aus Bedburg und bis zu sechs politische VertreterInnen aus den Fraktionen an der Erfüllung der fünf Kriterien. Es sind viele intensive Gespräche erfolgt, um Menschen in Bedburg, Gastronomen, Einzelhandel und Vereine, Kirchen und Schulen ins Boot zu holen - denn es geht um eine gerechtere Welt, nicht nur bei uns in Europa.

    

Da auch der Großhandel bereits die Zeichen der Zeit erkannt hat, gibt es immer mehr Produkte, die fair oder anteilig fair gehandelt werden. Dabei können durch größere Mengen auch günstigere Preise für die VerbraucherInnen erzielt werden. Jeder von uns kann mitmachen und auf die Siegel bei den Produkten achten. Wir werden diese Siegel demnächst auf dieser Seite veröffentlichen.

    

Wer die Arbeitsgruppe aktiv unterstützen oder faire Produkte anbieten möchte, kann sich an Anna Noddeland von der Stabsstelle Soziale Stadt oder den EINE-WELT-Kiosk St. Lambertus (saawalter@t-online.de; 02272 3610) wenden. Wir freuen uns auf Sie / Dich!

    

Foto: Das Team des EINE-WELT-Kiosk St. Lambertus mit einem eigenen Stand auf dem Wochenmarkt in Kaster während der Fairen Woche.


Weitere Informationen:   









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