Spatenstich für die KI-Rechenzentren – Bedburg übergibt Baugenehmigung an Microsoft
Mit dem Spatenstich für die Microsoft-Rechenzentren im Rheinischen Revier hat der Aufbau einer der wichtigsten digitalen Infrastrukturen der kommenden Jahre begonnen. Neben Bergheim und Elsdorf ist insbesondere auch Bedburg Teil dieses zukunftsweisenden Projekts. Beim offiziellen Termin überreichte Bedburgs Bürgermeister Sascha Solbach der Vorsitzenden der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, Agnes Heftberger, symbolisch die Baugenehmigung für das geplante Rechenzentrum in Bedburg.
„Ab jetzt ist für alle sichtbar, was uns in den Kommunen seit Monaten bewegt, wirtschaftlich wie emotional: Das Rheinische Revier entwickelt seine Identität für die Zukunft. Mit Microsoft setzen wir heute gemeinsam das Zeichen, dass unser leidenschaftliches politisches Engagement für die Region erste Früchte trägt. Ein Erfolg, der mich freut und uns weiter motiviert: so haben wir in Bedburg innerhalb weniger Wochen die vollständige Baugenehmigung erteilt und freuen uns, dass hier in Kürze der Bau des Rechenzentrums beginnt“, betonte Bürgermeister Sascha Solbach beim Spatenstich auf dem künftigen Microsoft-Gelände in Bergheim.
Rechenzentren gelten als die „Kraftwerke der Zukunft“: Sie liefern die digitale Energie für Cloud-Dienste, Künstliche Intelligenz und datenintensive Anwendungen. Die Anlagen im Rheinischen Revier sollen künftig leistungsstarke Rechenkapazitäten bereitstellen und bieten damit optimale Voraussetzungen für Ansiedlungen von Unternehmen aus der Wirtschaft, Forschung und Verwaltung. So sollen die im Strukturwandel dringend benötigten Arbeitsplätze geschaffen werden.
Insgesamt 3,2 Milliarden Euro investiert Microsoft in den Ausbau von KI- und Cloud-Infrastruktur – die größte Investition in der Geschichte des Unternehmens in Deutschland. Ein Großteil dieser Summe fließt in das Rechenzentrums-Cluster im Rheinischen Revier und damit auch in die Entwicklung der Standorte Bedburg, Bergheim und Elsdorf.
Auch Microsoft unterstreicht die Bedeutung des Projekts für den Standort Deutschland. Agnes Heftberger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland, erklärte: „Heute ist ein großer Tag – für uns als Unternehmen genauso wie für unsere Kunden und Partner. Wir helfen mit, dass Deutschland Rechenzentrumsland wird. Souveränität entsteht durch die Kombination aus Handlungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Mit Rechenzentren in Deutschland stärken wir beides. Wir liefern die Optionen, die Unternehmen brauchen, um Souveränität nach ihren Bedürfnissen zu konfigurieren. Und wir bauen die Infrastruktur für Innovationen, die deutsche Unternehmen weltweit wettbewerbsfähig halten.“
Bedburg wird zentraler Standort der Microsoft-Ansiedlung
Der Bau der Rechenzentren ist zugleich ein wichtiges Signal für den Strukturwandel im Rheinischen Revier. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst, der aufgrund der Geburt seiner zweiten Tochter nicht beim Spatenstich vor Ort war, erklärt: „Nordrhein-Westfalen geht konsequent den Weg von der Kohle zur KI und wird zum zentralen Standort für die Infrastruktur des digitalen Zeitalters: Mit dem Spatenstich für die Microsoft Hyperscaler-Rechenzentren beginnt im Rheinischen Revier die neue digitale Zeitrechnung.“
Auch Wirtschaftsministerin Mona Neubaur sieht darin ein starkes Zeichen für die Zukunft der Region: „Die Investition von Microsoft stärkt Nordrhein-Westfalen als zentralen Standort für digitale Infrastruktur in Europa. Rechenzentren sind die Grundlage für Clouds, Daten und Künstliche Intelligenz – und damit auch für Innovation in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Dass Microsoft diese Milliardeninvestition im Rheinischen Revier realisiert, ist ein starkes Signal für die Zukunft der Region und für den erfolgreichen Wandel hin zu einer digitalen und klimafreundlichen Wirtschaft.“
Mit der nun erteilten Baugenehmigung verbindet die Stadt Bedburg die Hoffnung, dass auch die Arbeiten im Gewerbegebiet BEB61 demnächst beginnen können. Dort plant Microsoft derzeit den Bau eines Rechenzentrums auf rund 18 Hektar Fläche.
Parallel dazu hat der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Bedburg kürzlich einstimmig beschlossen, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine Erweiterung des Gewerbegebiets zu schaffen. Die Fläche soll von bislang 40 Hektar auf künftig rund 75 Hektar wachsen. Hintergrund ist, dass Microsoft signalisiert hat, seine Planungen am Standort möglicherweise ausweiten zu wollen. Neben dem bestehenden Projekt könnte auf einer zusätzlichen Fläche von rund 14 Hektar perspektivisch ein weiterer Hyperscaler entstehen. Damit wird Bedburg zum zentralen Standort der Microsoft-Ansiedlung im Rheinischen Revier.
Engagement für Bildung und Qualifizierung in der Region
Neben dem Aufbau digitaler Infrastruktur engagiert sich Microsoft auch intensiv für die Menschen in der Region. Verschiedene Bildungs- und Qualifizierungsprogramme sollen dabei helfen, Kompetenzen rund um Künstliche Intelligenz und digitale Technologien aufzubauen.
So haben bereits rund 10.000 Lehrkräfte in Nordrhein-Westfalen an dem Programm „KI-Skilling.NRW“ teilgenommen, das Grundlagenwissen über generative KI und praktische Einsatzmöglichkeiten im Schulalltag vermittelt. Darüber hinaus werden künftig Auszubildende und Ausbildungspersonal in ganz Nordrhein-Westfalen über neue Schulungsangebote an den verantwortungsvollen Umgang mit KI herangeführt. Eine Pilotphase startet im Frühjahr 2026, bevor das Angebot zum neuen Ausbildungsjahr breit ausgerollt werden soll.
Auch Beschäftigte der Finanzverwaltung des Landes nutzen entsprechende Lernangebote: Die KI-Grundlagenkurse wurden dort bereits rund 25.000-mal gebucht. Zusätzlich erhalten Schülerinnen und Schüler im Kölner Microsoft-Büro Einblicke in die Welt der Künstlichen Intelligenz, während ein „KI-Mobil“ mit Workshops und Informationsangeboten durch das Bundesland tourt und die Schulen besucht.
Strukturwandel mit digitaler Perspektive
Mit den geplanten Rechenzentren entsteht im Rheinischen Revier eine neue Schlüsselindustrie. Auch wenn die Anlagen selbst nur begrenzte direkte Arbeitsplätze schaffen, gelten sie als wichtiger Magnet für weitere Technologie- und Dienstleistungsunternehmen.
Für Bedburg bedeutet das Projekt damit weit mehr als ein einzelnes Bauvorhaben: Es steht für einen wichtigen Schritt im Strukturwandel – von der Energiegewinnung aus Kohle hin zur neuen Identität einer Region, die künftig auch die digitale Energie für das KI-Zeitalter bereitstellt.
Alle Stimmen zum Spatenstich für die Microsoft-Rechenzentren
Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg: „Ab jetzt ist für alle sichtbar, was uns in den Kommunen seit Monaten bewegt, wirtschaftlich wie emotional: Das Rheinische Revier entwickelt seine Identität für die Zukunft. Mit Microsoft setzen wir heute gemeinsam das Zeichen, dass unser leidenschaftliches politisches Engagement für die Region erste Früchte trägt. Ein Erfolg, der mich freut und uns weiter motiviert: so haben wir in Bedburg innerhalb weniger Wochen die vollständige Baugenehmigung erteilt und freuen uns, dass hier in Kürze der Bau des Rechenzentrums beginnt.”
Agnes Heftberger, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland: „Heute ist ein großer Tag – für uns als Unternehmen genauso wie für unsere Kunden und Partner. Wir helfen mit, dass Deutschland Rechenzentrumsland wird. Souveränität entsteht durch die Kombination aus Handlungs- und Wettbewerbsfähigkeit. Mit Rechenzentren in Deutschland stärken wir beides. Wir liefern die Optionen, die Unternehmen brauchen, um Souveränität nach ihren Bedürfnissen zu konfigurieren. Und wir bauen die Infrastruktur für Innovationen, die deutsche Unternehmen weltweit wettbewerbsfähig halten.“
Eoin Doherty, CVP und EMEA Regional Leader Cloud Operations and Innovation bei Microsoft: „Wir bauen nicht nur Infrastruktur für unsere Kunden – wir investieren auch in die Gemeinden in ihrer Umgebung. Dieses Projekt spiegelt unser langfristiges Engagement für die Region wider und unsere Überzeugung, dass nachhaltiges digitales Wachstum nur in enger Zusammenarbeit mit lokalen Gemeinden und politischen Entscheidungsträgern funktioniert. Wir sind hier, um zu bleiben, und wir bauen für die Zukunft.“
Dr. Karsten Wildberger, Bundesdigitalminister:
„Wir freuen uns, dass internationale Top-Unternehmen wie Microsoft mit Milliardeninvestitionen in Deutschland bauen. Das ist ein klares Bekenntnis und eine Auszeichnung für unseren Digital-Standort. Unser Ziel ist, Deutschland als führendes Land für Rechenzentren in Europa zu etablieren. Dazu bieten wir alles – gute Flächen, erneuerbare Energien, höchste Sicherheitsstandards und schnelle Genehmigungen. Mit unserer nationalen Rechenzentrumsstrategie, die wir nächste Woche im Kabinett präsentieren, treiben wir das weiter mit voller Kraft voran.“
Hendrik Wüst, Ministerpräsident des Landes Nordrhein-Westfalen:
„Nordrhein-Westfalen geht konsequent den Weg von der Kohle zur KI und wird zum zentralen Standort für die Infrastruktur des digitalen Zeitalters: Mit dem Spatenstich für die Microsoft Hyperscaler-Rechenzentren beginnt im Rheinischen Revier die neue digitale Zeitrechnung. Dass das Großprojekt jetzt in die Umsetzung geht, ist ein starker Impuls für Innovationen, neue Arbeitsplätze, Wohlstand, soziale Sicherheit und die Zukunft unseres Landes. Microsoft ist für uns ein wichtiger Technologiepartner, der die ersten eigenen Rechenzentren in Deutschland in Nordrhein-Westfalen aufbaut. Das ist ein starkes Zeichen für unser Land. Unsere Industrie erhält damit direkten Zugang zu modernster Rechenleistung, unser Mittelstand kann neue Chancen erschließen, unsere Forschung ganz neue Möglichkeiten ausloten. Damit setzt sich Nordrhein-Westfalen an die Spitze dieser technologischen Revolution und das Rheinische Revier wird zum Vorbild für viele Strukturwandelprozesse weltweit. Wir nutzen unsere Chancen und machen Nordrhein-Westfalen zur führenden Digitalregion und zum KI-Hotspot Nummer 1 in Europa.“
Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen:
„Die Investition von Microsoft stärkt Nordrhein-Westfalen als zentralen Standort für digitale Infrastruktur in Europa. Rechenzentren sind die Grundlage für Clouds, Daten und Künstliche Intelligenz – und damit auch für Innovation in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft. Dass Microsoft diese Milliardeninvestition im Rheinischen Revier realisiert, ist ein starkes Signal für die Zukunft der Region und für den erfolgreichen Wandel hin zu einer digitalen und klimafreundlichen Wirtschaft.“
Volker Mießeler, Bürgermeister der Kreisstadt Bergheim:
„Der heutige Spatenstich ist ein bedeutender Moment für unsere Stadt, für die Menschen vor Ort und für das gesamte Rheinische Revier. Mit der Ansiedlung von Microsoft schaffen wir nicht nur eine leistungsstarke digitale Infrastruktur, sondern eröffnen zugleich neue Perspektiven für Beschäftigung, Qualifizierung und Innovation. Diese Ansiedlung steht exemplarisch für den erfolgreichen Strukturwandel und sendet ein starkes Signal mit großer Sogwirkung, weit über Bergheim hinaus: Wir sind ein zukunftsorientierter Standort, der internationale Unternehmen anzieht und von dessen Dynamik Bürgerinnen und Bürger, Wirtschaft und kommende Generationen gleichermaßen profitieren.“
Andreas Heller, Bürgermeister der Stadt Elsdorf:
„Der heutige erste Spatenstich für die Microsoft-Rechenzentren im Rheinischen Revier ist ein wichtiger Schritt im Strukturwandel. Dabei freuen wir uns sehr, dass Microsoft sich auch in Elsdorf ansiedeln wird. Diese Investitionen werden unsere Region stärken und neue Perspektiven für unsere Stadt eröffnen.“
Dr. Robert Denda, Vorstandsvorsitzender der Westenergie AG:
„Westnetz liegt eine Vielzahl an bereits realisierten oder angefragten Netzanschlüssen für Rechenzentren vor. Ein deutliches Zeichen dafür, wie entscheidend leistungsfähige Stromnetze für digitale Wertschöpfung sind. Die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und seiner Regionen hängt maßgeblich von starken Stromnetzen ab. Der Anschluss des Microsoft-Rechenzentrums steht beispielhaft dafür, was möglich ist, wenn Technologieunternehmen, Politik und Netzbetreiber entschlossen zusammenarbeiten.“
