Fahrradparkhaus am Bahnhof
Detailinformationen zur Dienstleistung als Tab-Set
Im Fahrradparkhaus am Bedburger Bahnhof besteht die Möglichkeit, Fahrräder, Pedelecs und Lastenräder sicher und preisgünstig abzustellen. Neben Stellplätzen für Fahrräder stehen auch eine Schließfachanlage mit Ladefächern für E-Bike-Akkus sowie eine Fahrradservicestation mit Reparaturkits zur Verfügung. Ein besonderes Merkmal des Gebäudes ist seine künstlerisch gestaltete Fassade.
Unterstützt wurde der Bau des Fahrradparkhauses in Bedburg mit einer Förderquote von 90 Prozent durch den Zweckverband go.Rheinland.
Über das Fahrradparkhaus
Das Fahrradparkhaus wurde nach Plänen des Aachener Architekturbüros archigraphus errichtet und bietet 148 Stellplätze für Fahrräder, darunter zwei Stellplätze für Lastenräder. Ergänzend stehen eine Schließfachanlage mit 24 Ladefächern für E-Bike-Akkus sowie eine Fahrradservicestation mit Reparaturkits zur Verfügung. Auch eine Videoüberwachungsanlage sorgt für zusätzliche Sicherheit.
Das Projekt geht auf Ergebnisse einer Bürgerbefragung im Rahmen des Masterplans Radverkehr zurück. Dabei hatten 71 Prozent der Befragten angegeben, dass ihnen die Nutzung des Fahrrads oder Pedelecs wichtig oder sehr wichtig ist. Gleichzeitig wurde bei den Abstellmöglichkeiten am Bahnhof Verbesserungsbedarf gesehen.
Platzbuchung
Die Buchung der Stellplätze erfolgt über die Plattform radbox.nrw. Interessierte können sich einmalig über die App oder die Webseite registrieren. Anschließend wird im persönlichen Profil ein Zahlungsmittel hinterlegt – möglich sind Kreditkarte, PayPal oder SEPA-Lastschrift.
Wer ein ÖPNV-Aboticket mit Chipkarte besitzt, kann dieses optional ebenfalls im Profil hinterlegen und erhält dadurch einen Rabatt. Der Rabatt kann derzeit nur für Abotickets mit Chipkarte gewährt werden; für digitale Deutschlandtickets wird aktuell an einer technischen Lösung gearbeitet.
Nach der Registrierung wählen Nutzerinnen und Nutzer den Standort des Fahrradparkhauses in Bedburg aus, legen Startdatum und gewünschte Mietdauer fest und buchen einen freien Stellplatz. Nach erfolgreicher Buchung erhalten sie eine Bestätigung per E-Mail sowie ihre persönlichen Zugangsdaten. Vor Ort kann das Fahrrad anschließend über das Terminal der Anlage sicher eingestellt werden.
Preise:
- 6 Stunden: 0,50 €
- 24 Stunden: 1,00 €
- 3 Tage: 2,00 €
- 1 Woche: 5,00 €
- 1 Monat: 10,00 €
- 6 Monate: 70,00 €
Inhaberinnen und Inhaber eines ÖPNV-Abos mit Chipkarte zahlen jeweils den halben Preis. Die Einnahmen dienen dazu, die laufenden Betriebs- und Unterhaltungskosten des Fahrradparkhauses zu decken.
Die Fassade des Fahrradparkhauses
Ein besonderes Merkmal des Gebäudes ist seine künstlerisch gestaltete Fassade. Sie zeigt verschiedene Phasen der Entwicklung der Bedburger Stadtlandschaft. Die Künstlerin Diana Ramaekers hat dafür Collagen aus Fotografien von Regentropfen, Wolken, Strömungen der Erft, Motiven des Tagebaus sowie der umliegenden Naturlandschaft gestaltet. Diese abstrahierten Bildmotive ziehen sich als zusammenhängende Bildreihe um das gesamte Gebäude und wurden in das Lochblech der Fassade gestanzt.
Alle verwendeten Aufnahmen stammen aus Bedburg und der unmittelbaren Umgebung. Durch die insektenfreundliche Beleuchtung aus dem Inneren des Gebäudes werden die Motive auch abends sichtbar und tragen zugleich zur Sicherheit rund um das Fahrradparkhaus bei.
Das Fahrradparkhaus – ein erzählender Ort
Die Bedburger Region weist Landschaften, Dorf- und Stadtstrukturen auf, die über Generationen gewachsen sind. Zugleich ist sie seit Mitte des 19. Jahrhunderts von enormen Gegensätzen und Umbrüchen geprägt: Eine reiche bäuerliche Kultur, Burgen und Schlösser entlang der Erft, industrielle Produktionsanlagen, der Tagebau zur Braunkohlegewinnung, Großkraftwerke, die Hinwendung zu erneuerbaren Energien und innovativen Technologien - ein stetiger Wandel als Entwicklungskonstante.
Das Bedburger Bahnhofsareal ist typisch für jene Geschichte des ständigen Neubeginns. Der Haltepunkt einer historischen Bahnstrecke erschloss ein ursprünglich unbebautes Areal zwischen den Ortskernen von Alt-Bedburg und Blerichen. Das Bauen, Produzieren, Abreißen und Neubauen von Industrie- und Gewerbeanlagen ließ die Bahnhofsumgebung zu einem “Ort ohne Gesicht“ werden.
Heute befindet sich hier der zentrale Umsteigeort vom Auto und Bus in die Bahnen, die Bedburg mit Köln und Düsseldorf verbinden. Radelnden aus den angrenzenden alten und neuen Ortschaften sowie dem Quartier, das in unmittelbarer Nachbarschaft auf dem Gelände der alten Zuckerfabrik entsteht, bietet das Fahrradparkhaus nun die Möglichkeit, Zweiräder sicher abzustellen, Gepäck zu deponieren sowie Akkus aufzuladen.
Vor dem Bahnhof, inmitten einer baumbestandenen, leicht hügeligen Wildblumenwiese, steht ein rostrot leuchtender, in Dreieckstrukturen untergliederter Kubus. Mit Anbruch der Dämmerung wird die gelochte, durchsichtige Metallfassade in ein bernsteinfarben glühendes Licht getaucht.
Die abgestellten Fahrräder schimmern durch die Fassade hindurch.
Der diagonale Pflastersteinteppich, die Wiesenlandschaft, das nächtliche, künstlerisch dynamisierte Lichtspiel und die geheimnisvollen Motive auf den gefalteten Fassaden - all dies illustriert eine Geschichte des ständigen Wandels, der Zerstörung, des neu Erfindens und der Energie des Ortes.
Urzeit
Die Erde, die Landschaft mit ihren festen Formen entstehen. Die aufgehende Sonne lässt ihr Licht auf das Land scheinen
Wasser
Das Land wird durch neues Leben genährt. Wasser fließt, ist die ewige, dynamische Lebensquelle für Mensch und Natur. Die Erft sorgt für Fruchtbarkeit und Wohlstand.
Ausbeutung
Die Störung der Landschaft, die Ausbeutung der Ressourcen, der Wandel und der Verfall hinterlassen ihre Spuren.
Natur
Die Landschaft erholt sich in Harmonie zwischen Mensch und Erde. Bedburg erfindet sich neu aus der Dynamik der Gegenwart
Fragen und Antworten
