Weltbaustellen in Bedburg
Weltbaustelle Bedburg 2018 – Unsere Stadt nachhaltig gestalten
Die Stadt Bedburg setzt auf die Kraft der Kunst, um die UN-Entwicklungsziele der Agenda 2030 vorzustellen. Unter dem Titel „Weltbaustelle Bedburg – Unsere Stadt nachhaltig gestalten“ präsentierten am 26. November 2018 im „Glashaus“ Bedburger Grundschüler und -schülerinnen ein Gemeinschaftskunstwerk, das sie im Rahmen eines Malworkshops anlässlich der Schlossgespräche zur Nachhaltigkeit gestaltet haben. Dieses großformatige Kunstwerk wurde erstmals der Öffentlichkeit präsentiert und ist zu Recht der Stolz der jungen KünstlerInnen.
Später durften dann die „Großen“ ran: das Künstlerkollektiv Labor Fou wird seine Installation „Founergie – Ein urbanes Minikraftwerk“ einweihen. Bei dem Kunstwerk handelt es sich um eine temporäre Installation, die den Wandel der Stadt in eine nachhaltige Zukunft symbolisieren soll. „Wir wollen mit dieser Arbeit das abstrakte Thema Energie spielerisch erfahrbar und durch lichtinstallative Elemente sichtbar machen und in den urbanen Raum holen“ erklärte Thomas Quack von Labor Fou. Das Kunstwerk ist auch gleichzeitig eine Begegnungsstätte, die zum Verweilen einladen soll, um über die Zukunft der Stadt nachzudenken und zu diskutieren. Die Installation wird bis ins neue Jahr hinein an der Lindenstraße Ecke Zufahrt zum Schlossparkplatz aufgestellt.
Kinder für die SDGs
Parallel zur Vernissage von Labor Fou im November 2018 gestaltet die Künstlerin Isabel Oestreich mit Bedburger Grundschüler und -schülerinnen kleine Präsente, die Bezug nehmen auf die UN-Entwicklungsziele: Ob Erneuerbare Energie, gesunde Ernährung oder faire Arbeitsbedingungen – die Kinder sind voller Eifer dabei, für eine gerechte und umweltfreundliche Zukunft einzutreten und diese aktiv mitzugestalten. Auf dem Weihnachtsmarkt in Bedburg werden die kleinen Kunstwerke dann als Gewinne bei einem Quiz zu den nachhaltigen Entwicklungszielen verteilt.
Weltbaustelle Bedburg 2016
Unter Beteiligung einer Künstlerin aus Südkorea und eines Künstlers aus Bedburg wurde in 2016 in Wandbild zum Thema Nachhaltigkeit direkt in der Innenstadt (Lindenstraße) geschaffen. Parallel gestalteten Schülerinnen und Schüler ein Wandbild in der Karlstraße.
- Informationen zum Wandbild in der Karlstraße
- Informationen zum Wandbild in der Lindenstraße
- Weltbaustelle Bedburg 2016 - Flyer
Bedburger Schlossgespräche zur Nachhaltigkeit
Die Stadt Bedburg hat mit den Bedburger Schlossgesprächen zur Nachhaltigkeit den Dialog mit ihren MitbürgerInnen zur Agenda 2030 fortgesetzt. Die Stadt bot am 19. September 2018 mit den Schlossgesprächen allen interessierten Menschen in Bedburg die Gelegenheit, sich umfassend über die vielfältigen Möglichkeiten der lokalen Beteiligung zu informieren. Beim Workshop des Designduos „Eltingmöbel“ konnten die BedburgerInnen individuell gestaltete Sitzhocker bauen und mit nach Hause nehmen. Am Abend fand ein Public Dinner statt, das viel Raum zur Vernetzung und Zeit zum Austausch von Ideen bot und der perfekte Anlass war, um gemeinsam die Auszeichnung als „Global Nachhaltige Kommune NRW“ zu feiern.
Eltingmöbel
im Jahr 2012 begannen Florian Krohn und Lena Halbedel ihr Bachelor Studium im Industrial Design an der Folkwang Universität der Künste in Essen. Ihre Schwerpunkte liegen inzwischen vor allem im nachhaltigen Möbel- und Social Design. Seit 2017 sind sie Stipendiaten des Creative Lab Stipendienprogramms der Stadt Essen und verwerten den Sperrmüll aus dem Essener Eltingviertel produktiv.
Für die „Bedburger Schlossgespräche zur Nachhaltigkeit“ haben sie im Rahmen der Kooperation mit der Kampagne „Weltbaustellen“ einen Workshop entwickelt, um mit den Besucher*innen aus vorgefundenem Material Hocker zu bauen .
Weitere Infos über Eltingmöbel finden Sie hier.
Hintergrundinfos zu den "Weltbaustellen in Bedburg "
Weichen auf Zukunft gestellt
In der Stadt Bedburg leben insgesamt knapp 25.000 Menschen. In Bedburg entstand in den vergangenen Jahren einer der größten Windparks in NRW. Seitdem der Windpark Ende 2015 seinen Betrieb aufgenommen hat, erzeugt der Windpark jährlich genug Strom, um den Jahresverbrauch von rund 58 Tausend Haushalten damit decken zu können. Die Stadt Bedburg ist seit langem durch die Energiegewinnung geprägt. Über Jahrzehnte hat der Tagebau Garzweiler hier seine Spuren hinterlassen. Jetzt setzt die Stadt auf Erneuerbare Energie und stellt die Weichen in Richtung Zukunft. In diesem Zusammenhang ist sicher auch die Weltbaustelle Bedburg zu sehen, bei der in Bedburg ein sichtbares Zeichen für diese Veränderung erstellt wird.
Nachhaltigkeit auf dem Rücken des Tagebaus
Sascha Solbach, Bürgermeister der Stadt Bedburg, sagt: „Der Windpark Königshovener Höhe ist im Wortsinne auf dem Rücken der Braunkohle entstanden. Der ehemalige Tagebau trägt nun unsere Windräder und ist sogar Klima-Expo.NRW-Standort. Der Strukturwandel ist in unserer Stadt angekommen und wir haben mit unseren Investitionen erfolgreiche Schritte in Richtung Zukunft gemacht haben. Neben den großen Projekten in der Energiegewinnung konzentrieren wir uns auf ökologische und ökonomische Projekte, die eine nachhaltige und sichere Energieversorgung in unserer Stadt gewährleisten. Dazu gehört auch die Klimaschutzsiedlung, die derzeit in Bedburg entsteht. Sich erneuerbare Energien zu erschließen und wertschätzend mit Ressourcen umzugehen, sind die besten Voraussetzungen für Bedburgs Zukunft in diesen Zeiten des Wandels.“
