Ein Jahrzehnt Aufklärung und Prävention: Gras Parcours feiert 10-jähriges Jubiläum
Mit dem zehnten Gras Parcours hat die Stadt Bedburg in diesem Jahr ein besonderes Jubiläum gefeiert: Seit nunmehr einem Jahrzehnt ist das Präventionsprojekt ein fester Bestandteil der kommunalen Kinder- und Jugendschutzarbeit und aus der Bedburger Präventionslandschaft nicht mehr wegzudenken. Was vor zehn Jahren als gezieltes Aufklärungsangebot begann, hat sich über die Jahre zu einem etablierten und wirksamen Baustein der Suchtprävention entwickelt.
„Gerade in Zeiten veränderter gesetzlicher Rahmenbedingungen ist es wichtiger denn je, Jugendlichen Orientierung, Wissen und Handlungssicherheit zu vermitteln. Der Gras Parcours zeigt dabei seit nunmehr zehn Jahren, wie wirkungsvolle Präventionsarbeit in Bedburg gelingt. Dieses Jubiläum ist ein starkes Zeichen für unseren konsequenten Einsatz im Kinder- und Jugendschutz“, betont Bürgermeister Sascha Solbach.
Gerade vor dem Hintergrund der Legalisierung von Cannabis ist die Bedeutung fundierter, altersgerechter Aufklärung nochmal gewachsen. Der Gras Parcours bot daher auch in diesem Jubiläumsjahr den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit, sich intensiv, interaktiv und praxisnah mit den Risiken und Gefahren des Cannabiskonsums auseinanderzusetzen. Ziel war es, die Jugendlichen frühzeitig zu sensibilisieren, Wissen zu vermitteln und sie somit nachhaltig zu stärken.
So warteten auf die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse von der Bedburger Hauptschule sowie die 8. Jahrgangsstufen der Realschule und des Silverberg-Gymnasiums auch in diesem Jahr wieder sechs ausgewählte Stationen: Neben einem Quiz zu Marihuana und Haschisch sowie einer interaktiven, fiktiven Talkshow erfahren die Teilnehmenden unter anderem, wie bereits geringe Mengen Cannabis die Lernfähigkeit und das Kurzzeitgedächtnis beeinträchtigen können und welche psychischen Folgen wie Verwirrtheit oder Angstzustände auftreten können.
Ein besonderer Bestandteil ist ein Parcours, der mit einer Drogen- bzw. Rauschbrille absolviert wird. Dieser macht den Jugendlichen ganz praktisch deutlich, welche Auswirkungen der Cannabiskonsum auf Wahrnehmung, Reaktionsfähigkeit und Alltag haben kann.
Durchgeführt wird der Gras Parcours vom Bedburger Netzwerk für Prävention, mit fachlicher Unterstützung der Drogenhilfe Köln gGmbH. Begleitet wird der interaktive Parcours durch Lehrkräfte sowie weiteren Fachkräften der RheinFlanke, der Schulsozialarbeit und der offenen Kinder- und Jugendarbeit. Veranstaltungsort ist die Aula des Silverberg-Gymnasiums in Bedburg.
Ergänzend zur Arbeit mit den Jugendlichen richtet sich der Gras Parcours auch an die Eltern. In diesem Jahr findet ein digitaler Elternabend am 20. Mai 2026 von 18:00 bis 19:30 Uhr statt. Thema ist: „Jugend, Substanzen und Konsum“. Ziel des Abends ist es, über aktuelle Konsummuster, Wirkungen und Risiken aufzuklären, Anzeichen beginnenden oder problematischen Konsums zu erkennen und Eltern Handlungsmöglichkeiten für einen offenen und vertrauensvollen Umgang mit dem Thema aufzuzeigen. Anmeldungen für den Elternabend sind über die Homepage der Drogenhilfe Köln möglich.
Darüber hinaus haben Eltern jederzeit die Möglichkeit, eine kostenfreie und anonyme Beratung bei der Fachstelle für Suchtprävention der Drogenhilfe Köln (02233/9944418 oder praevention@drogenhilfe.koeln) in Anspruch zu nehmen.
Das Bedburger Netzwerk für Prävention:
Das Bedburger Netzwerk für Prävention besteht aus Vertreterinnen und Vertretern der städtischen Jugendförderung, der Jugendzentren RheinFlanke, CAPO und POINT sowie den Schulsozialarbeitern, den Beratungslehrerinnen und –lehrern für Drogen an den weiterführenden Schulen in Bedburg und der Drogenhilfe Köln gGmbH.
