Erweiterung für das Gewerbegebiet BEB61 beschlossen
Der Stadtentwicklungsausschuss der Stadt Bedburg hat in seiner letzten Sitzung einstimmig beschlossen, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Erweiterung des Gewerbegebiets BEB61 zu schaffen. Das Gebiet soll von bisher 40 Hektar auf künftig 75 Hektar in westlicher Richtung wachsen.
Hintergrund ist, dass der US-Technologiekonzern Microsoft signalisiert hat, seine Planungen in Bedburg ausweiten zu wollen. Bislang plant das Unternehmen im Gewerbegebiet BEB61 die Errichtung eines Rechenzentrums auf rund 18 Hektar. Zudem zeichnet sich ab, dass auf einer weiteren 14 Hektar großen Fläche im Bereich der A61 ein zusätzlicher Hyperscaler entstehen könnte. Der Bereich war ursprünglich für ein Modelogistikzentrum der Firma Snipes vorgesehen. Da das Unternehmen seine Ansiedlungspläne aufgegeben hatte, erwarb die Stadt Bedburg die Fläche zurück.
Die jetzt beschlossene Erweiterung wurde als Sondergebiet mit der Zweckbestimmung „Rechenzentrum“ festgelegt, um die besonderen Anforderungen der vorgesehenen Entwicklung zu berücksichtigen. Nachdem das Gebiet zunächst auf 40 Hektar begrenzt worden war, ist die Ausweitung nun möglich, da der bestehende Standort als weitgehend entwickelt gilt.
Vor dem Hintergrund des geplanten Kohleausstiegs bis 2030 geht es darum, neue wirtschaftliche Perspektiven zu schaffen. Auch wenn in Rechenzentren selbst vergleichsweise wenige direkte Arbeitsplätze entstehen, wird ihnen eine starke Anziehungskraft für weitere Technologie- und Dienstleistungsunternehmen zugeschrieben, die zusätzliche Jobs in die Region bringen können.
