Stadt Bedburg und SNIPES beenden Zusammenarbeit
Die Stadt Bedburg wird den Teil der Gewerbefläche, der für das neue Logistikzentrum der Firma SNIPES vorgehalten war, zurückkaufen. Auf der etwa 15 Hektar großen Fläche, die gemeinsam mit der Stadt Bergheim und der Stadt Elsdorf betrieben wird, wollte sich, neben dem Hyperscaler der Firma Microsoft, der Streetwear- und Sneaker-Retailer SNIPES mit einem modernen Logistikzentrum ansiedeln.
Während der Bauantrag von Microsoft jetzt plangemäß eingegangen ist, hat die Firma SNIPES keinen Bauantrag gestellt. Nach Neubewertung des Gesamtprojekts hat sich das Unternehmen für eine wirtschaftlich attraktivere Lösung entschieden, die zeitnah durch SNIPES verkündet wird. Da diese Fläche jedoch für die drei Kommunen im Strukturwandel von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist, werden aktuell von der Stadt Bedburg und SNIPES, in Absprache mit Bergheim und Elsdorf, die letzten Details für eine Rückabwicklung verhandelt.
„Natürlich ist das sehr schade, wir haben auf SNIPES und die damit verbundene Kooperation in der Stadt gesetzt. Aber wir haben im Vertrag weitreichende Rücktrittsrechte vereinbart, die in einem Fall, wie er jetzt leider eingetreten ist, die Stadt vor Schaden und vor allem vor Kosten schützt. Meine Erfahrung lehrt mich, dass wir die Entwicklungen innerhalb großer Unternehmen nicht beeinflussen können. Deshalb ist es mir umso wichtiger, für uns als Stadt immer die Möglichkeit zu haben, einen alternativen Weg einzuschlagen und solch große Projekte aktiv mitzugestalten. Ich bin froh, dass wir mit SNIPES gemeinsam entscheiden konnten und wir sauber auseinandergehen; sie sind uns auch in der Zukunft immer wieder willkommen. Die Ansiedlung von Microsoft hat uns jedoch hochinteressante globale Firmen als Interessenten eingebracht und mit einem Unternehmen sind wir jetzt intensiv im Gespräch“, sagt Bürgermeister Sascha Solbach.
Hintergrund: An der Autobahn 61 entsteht zwischen Bedburg und dem Ortsteil Pütz ein interkommunales Gewerbegebiet der Städte Bedburg, Elsdorf, Bergheim (BED). Diese Fläche soll im rheinischen Revier den Strukturwandel wirtschaftlich stützen. Ein Teil der Fläche ist durch größte Investitionspakete durch die Firma Microsoft belegt. Die Ansiedlung von einem von drei Hyperscalern im Rheinischen Revier ist Basis der Neuausrichtung des Rheinischen Reviers („Von der Kohle zur KI“).
