Stadt Bedburg halbiert Kita-Beiträge ab August 2026
Die Halbierung der Elternbeiträge für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege in Bedburg ist nun offiziell: Der Rat der Stadt Bedburg hat in seiner Sitzung am 14. Juli 2026 mehrheitlich die entsprechende Satzungsänderung beschlossen und ist damit der Empfehlung des Jugendhilfeausschusses aus dem vergangenen Mai gefolgt. Somit werden die Beiträge zum Beginn des Kita-Jahres 2026/2027 am 1. August 2026 um insgesamt rund 51 Prozent gesenkt. Grundlage der Satzungsänderung war ein entsprechender Antrag der SPD-Fraktion.
Für viele Familien in Bedburg bedeutet dieser Beschluss künftig eine spürbare finanzielle Entlastung im Alltag. Monatliche Kosten werden deutlich reduziert, Familienbudgets nachhaltig gestärkt und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf weiter verbessert. Gleichzeitig setzt die Stadt damit ein klares Signal: Familien und Kinder stehen weiterhin im Mittelpunkt der kommunalen Entwicklungspolitik. Perspektivisch verfolgt die Stadt Bedburg zudem das Ziel, die Kita-Beiträge ab dem Kita-Jahr 2027/2028 vollständig abzuschaffen.
„Ich freue mich sehr, dass der Rat die Halbierung der Kita-Beiträge nun beschlossen hat. Damit setzen wir ein zentrales Vorhaben zur Entlastung von Familien in unserer Stadt in die Tat um. Dank der positiven wirtschaftlichen Entwicklung Bedburgs können wir die Menschen direkt an diesem Erfolg teilhaben lassen und gerade Familien spürbar entlasten. Das ist ein wichtiges Signal für alle, die in unserer Stadt leben und hier ihre Zukunft gestalten“, freut sich Bürgermeister Sascha Solbach über den Ratsbeschluss.
Möglich wird dieser Schritt durch die positive wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Bedburg. Insbesondere das neue Gewerbegebiet BEB61 mit der geplanten Ansiedlung von Microsoft sowie weiterer Unternehmen bilden die Grundlage dafür, Familien gezielt zu entlasten und gleichzeitig in Bildung und Zukunftschancen von Kindern zu investieren.
Einkommensschwächere Haushalte profitieren besonders stark
Im Detail sieht das neue Modell eine Entlastung aller Familien vor – insbesondere aber für einkommensschwächere Haushalte. So waren bislang Eltern mit einem Jahreseinkommen unter 15.000 Euro beitragsfrei. Künftig soll diese Grenze auf 30.000 Euro angehoben werden. Gleichzeitig werden die Einkommensstufen künftig differenzierter gestaltet, um die Beiträge gerechter zu verteilen.
Die Stadt Bedburg setzt deshalb zunächst auf ein gestuftes Modell, das neben dem Einkommen der Eltern auch die unterschiedlichen Betreuungszeiten berücksichtigt und gleichzeitig eine verlässliche Grundlage für die weitere Planung schafft. Die Erfahrungen aus dem Kita-Jahr 2026/2027 sollen genutzt werden, um tragfähige Regelungen für eine vollständige Beitragsfreiheit ab dem Kita-Jahr 2027/2028 zu entwickeln.
Das Modell entlastet die 35-Stunden-Betreuung geringfügig stärker als andere Stundenmodelle. Hintergrund ist unter anderem, dass der bekannte Anstieg der 45-Stunden-Betreuung bei vollständigem Beitragserlass seitens des Landes Nordrhein-Westfalen grundsätzlich gedeckelt ist und die Einrichtungen vor personellen Herausforderungen stellen könnte.
Finanziell bedeutet die geplante Halbierung der Beiträge eine erhebliche Entlastung der Eltern: Bei Kindern über drei Jahren reduzieren sich die Einnahmen der Stadt aus Elternbeiträgen von bislang rund 660.000 Euro auf etwa 320.000 Euro für ein Kindergartenjahr – ein Rückgang um rund 51 Prozent. Bei Kindern unter drei Jahren sinken die Einnahmen von rund 670.000 Euro auf etwa 325.000 Euro, ebenfalls um rund 51 Prozent.
In Summe werden Familien in Bedburg damit um mehr als die Hälfte der bisherigen Beiträge entlastet. Besonders Familien mit geringerem Einkommen profitieren von den neuen Regelungen, während gleichzeitig alle Eltern eine spürbare finanzielle Entlastung erfahren sollen.
Die Kindergartenbeitragstabelle für das Jahr 2026/2027 finden Sie hier!
