Spiel- und Sportpark Lipp
Der kostenfreie Spiel- und Sportpark im Bedburger Ortsteil Lipp ist ein Mehrgenerationenplatz, der eine breite Palette an Sport- und Freizeitmöglichkeiten bietet. Herzstück des Platzes ist der große Pumptrack für Radfahrende und Rollsportarten wie Inlineskates und Skateboards. Der Spiel- und Sportpark zeichnet sich darüber hinaus durch den nachhaltigen Ansatz der Anlage aus.
Der Sportplatz am Pützbach wurde seit 2015 nicht mehr genutzt. Die rund 5.000 Quadratmeter große Fläche bestand aus einer Deckschicht aus Asche und Splitt und einer Tragschicht aus Lava-Schotter. Zum Teil war der Platz von Pflanzen überwuchert. Die Versiegelung wurde entfernt, im Rahmen der Neugestaltung wurden natürliche und ökologisch verträgliche Materialien verwendet. Die Anpflanzung von Blühstreifen, Streuobstwiesen, Stauden und heimischen Baumarten stärkt die ansässige Flora und Fauna und die Artenvielfalt.
In digitalen Bürgerbeteiligungsformaten kristallisierten sich im Vorfeld unterschiedliche Nutzungsmöglichkeiten heraus, die unter anderem ein Multifunktionsspielgerät, einen generationsübergreifenden Trimm-dich-Pfad und ein Kleinspielfeld umfassen. Entstanden ist ein nachhaltiger Sportpark mit Freizeitmöglichkeiten und Möglichkeiten des Umwelterlebens für alle Altersgruppen. Die Umgestaltung leistet zudem einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verbesserung des Mikroklimas vor Ort.
Die Spiel- und Sportmöglichkeiten
Nachhaltigkeit
Ein innovatives Beispiel für die nachhaltige Bauweise des Spiel- und Sportparks ist der neue Pumptrack. Dieser wurde nicht mit herkömmlichem Asphalt errichtet, sondern ist der weltweit erste Pumptrack, der mit einem speziellen Biobitumen-Asphalt gebaut wurde – denn dessen Bindemittel wird aus den Schalen der Cashewnuss gewonnen.
Darüber hinaus wurde bei den Erdarbeiten das vorhandene Bodenmaterial wiederverwendet, und fast zwei Drittel des neu eingebrachten Materials bestehen aus Recyclingmaterial. Die Möblierung des Mehrgenerationenplatzes mit Bänken, Tischen und Fitnessgeräten besteht weitgehend aus nachhaltigen Recyclingmaterialien, die durch Langlebigkeit und Umweltfreundlichkeit überzeugen.
Neben der Steigerung der Aufenthaltsqualität trägt der neue Mehrgenerationenplatz auch zur ökologischen Entwicklung und der Steigerung der Biodiversität entlang des Pützbaches bei.
Aktuelles
Über das KoMoNa-Förderprojekt
Der Baustart für das Projekt erfolgte im Juli 2025, nachdem zuvor eine Bürgerbeteiligung stattgefunden hatte, bei der zahlreiche Anregungen aus der Bevölkerung in die Planung eingeflossen sind. Das Nutzungskonzept wurde von der Smeets Landschaftsarchitekten Planungsgesellschaft mbH aus Erftstadt entwickelt.
Die Umsetzung des Projekts „Sport und Spiel in der Ökogalerie am Pützbach“ wurde zu 90 Prozent aus dem Förderprogramm Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen (KoMoNa) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Das Bundesumweltministerium unterstützt mit dem Förderprogramm KoMoNa Kommunen und andere regionale Akteure und Akteurinnen in drei ausgewählten Strukturwandelregionen – das Lausitzer, das Mitteldeutsche und das Rheinische Revier – bei der Umsetzung von Modellvorhaben zur ökologischen Nachhaltigkeit. Ziel ist der Einstieg in einen langfristig umweltverträglichen Entwicklungspfad im Sinne der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS). Der Schwerpunkt der KoMoNa-Förderung liegt dabei auf der ökologischen Nachhaltigkeit.
Titel des Projekts: Sport und Spiel in der Ökologiegalerie am Pützbach
Fördergegenstand: Entsiegelung / Teilentsiegelung, Umweltgerechtigkeit
Beitrag zu Zielen der Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie (DNS): Gesundheit und Wohlergehen (Ziel 3), Nachhaltige Städte und Gemeinden (Ziel 11), Leben an Land (Ziel 15)
Fördersumme: 590.957,88 Euro
Projektlaufzeit: 01.11.2022 bis 30.04.2026
Gefördert vom Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN)
Link zum Zuwendungsgeber BMUKN: www.bundesumweltministerium.de
Link zur Projektträgerin ZUG: https://www.z-u-g.org/komona/



